Die kleine Amélie oder der Charakter des Regens

... ab 11. Juni täglich in unserem Kinderprogramm!

(Amélie et la métaphysique des tubes)

FR 2025

Animationsfilm

Regie: Mailys Vallade und Liane-Cho Han

78 Min. FSK 6

Als die kleine Amélie geboren wird, befindet sie sich in einer Art vegetativen Zustand: Sie schwebt wie in einer Blase, kein Geschrei, keine körperlichen Reaktionen, nur neugierige grüne Augen, die alles aufsaugen. Für die in Japan lebende belgische Familie ist das aber kein Grund zur Sorge, sie sind optimistisch und vergöttern ihre kleine Tochter. Doch an ihrem zweiten Geburtstag bringt ein Erdbeben Amélies Blase zum Platzen und sie wird hineingeworfen in eine Welt, die ganz anders ist, als sie es sich vorgestellt hat. Erst ein Stück feinster belgischer Schokolade schafft es, die Überreizung ihrer Sinne zu beruhigen und ihre kindliche Neugier auf das Leben zurückkehren zu lassen. Voller Lebensfreude entdeckt Amélie an der Seite von Nishio-san, der Haushälterin ihrer Familie, die Wunder der Natur und die emotionalen Facetten, die sich hinter dem scheinbar idyllischen Familienleben verbergen. (Verleih)

Kommunist

... ab 11. Juni in Saal 1!

DE 2025

Dokumentation

Regie: Lutz Pehnert

Mit: Egon Krenz

129 Min. FSK 6

Als Kronprinz von Erich Honecker machte Egon Krenz SED-Karriere, am Ende war er Staatschef der DDR. Doch er führte das Land nur 50 Tage, nach der Wiedervereinigung wurde er wegen seiner Mitverantwortung für die Mauertoten zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Seit seiner Entlassung 2003 lebt er in Dierhagen an der Ostsee.

Funktionär, Aufsteiger, Apparatschik, Bonze, Hassfigur, Totschläger, Häftling, Vater und Großvater – wer ist Egon Krenz am Ende seines Lebens? In „Kommunist“ zeichnet Regisseur Lutz Pehnert („Bettina“) den Aufstieg und Fall des Mannes nach und beleuchtet seine politischen Entscheidungen im Kontext des Kalten Krieges. Gleichzeitig blickt der Film mit neuer Perspektive auf den Niedergang der DDR und auf die Wege der Menschen, die in diesem System aufwuchsen. (Verleih)

Im Reich der Sinne (1976)

... ab 11. Juni täglich in Saal 2!

(Ai No Kôrida)

JA/FR 1976

Regie: Nagisa Oshima

Mit: Eiko Matsuda, Tatsuya Fuji, Aoi Nakajima u.a.

105 Min FSK 18

Japanisch mit deutschen Untertiteln!

Kichizō ist der Besitzer eines Geisha-Hauses, in dem Abe Sada als Dienerin und Prostituierte arbeitet. Zwischen den beiden entwickelt sich eine leidenschaftliche Beziehung. Kichizō verlässt schliesslich seine Familie, um ganz bei Sada zu sein – mehr und mehr verfällt er ihr. Abgeschottet von der Aussenwelt geben sich die beiden ganz der grenzenlosen sexuellen Begierde hin. Gemeinsam tauchen sie immer tiefer in die Welt der Leidenschaft bis hin zum Lustschmerz ein. Ihre Lust bricht mit sämtlichen Tabus …

IM REICH DER SINNE ist der global bekannteste Film des japanischen Regisseurs Nagisa Ōshima. Er sorgte bei seinem Erscheinen für einen Skandal und wurde vielerorts vorübergehend verboten. Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit um Abe Sada, die sich so ähnlich 1936 in Japan zugetragen hat. (Verleih)

Azza

... ab 11. Juni in Einzelvorstellungen in Saal 2!

DE 2025

Dokumentation

Regie: Stefanie Brockhaus

90 Min. FSK 6

Arabisch und englisch mit deutschen Untertiteln!

Wie kann Azza als saudische Frau ihre Unabhängigkeit gewinnen?

Die Protagonistin des Films würde antworten: mit Geschick. Mit 16 verheiratet und heute Mutter von vier Teenagern, träumt sie von der Befreiung aus einer gescheiterten Ehe. Aus ihrer Familie ausgeschlossen und auf sich selbst gestellt, bemüht sie sich, ihre finanzielle Unabhängigkeit zu bewahren, indem sie als Fahrlehrerin für Frauen arbeitet. Hinter dem Steuer eines großen SUVs fühlt sie sich selbstbewusst und meistert – genau wie auf der Straße – die Hindernisse des Lebens: mangelnde Bildung, unsichere Arbeitsverhältnisse, Ausgrenzung durch die Familie und die Trennung von ihren Kindern. Sie tut alles, um sicherzustellen, dass ihre Töchter nicht das durchmachen müssen, was sie selbst erlebt hat. Sie träumt von einer Reise durch die Wüste. Dieses Abenteuer wird zu einer Möglichkeit, sowohl ihr Land als auch sich selbst zu entdecken. Das Autofahren erweist sich als Mittel zur Freiheit – genau wie für viele andere Frauen.

Der über drei Jahre gedrehte Film bietet einen intimen Einblick in Azzas Leben, ihre Heimat und eine Gesellschaft am Rande des Wandels, die zwischen Tradition und Moderne schwebt. (Verleih)

Ein Sommer in Italien – WM 1990

... ein letztes Mal kurz vor WM-Beginn am Donnerstag (11.6.) um 18:00 Uhr in Saal 2!

D 2026

Dokumentation

Regie: Nadja Kölling, Vanessa Goll

Mit: Rudi Völler, Lothar Matthäus, Jürgen Klinsmann u.v.a.

93 Min. FSK 0

Italien im Sommer 1990: Deutschland wird zum dritten Mal Fußballweltmeister und erlebt eine der größten Sternstunden der deutschen Sportgeschichte. Unter Teamchef Franz Beckenbauer wachsen Fußball-Ikonen wie Lothar Matthäus, Andreas Brehme, Jürgen Klinsmann, Rudi Völler oder Klaus Augenthaler weit über sich hinaus. Die legendären Duelle mit den Niederlanden und Jugoslawien, der emotionsgeladene Finalsieg gegen Argentinien – unvergessliche Gänsehaut-Momente, bis heute nicht aus dem deutschen Fußballgedächtnis wegzudenken. Doch die WM 1990 war weit mehr als nur Fußball. Nach dem Mauerfall, kurz vor der deutschen Wiedervereinigung, entstand im Jubel der Millionen von Menschen aus Ost und West ein neues Selbstbewusstsein. Der Sommer von 1990 schenkte Deutschland nach Jahrzehnten der Teilung wieder ein Wir-Gefühl und wurde so zum Symbol der Hoffnung. Ein Versprechen für Zusammenhalt und Teamgeist.

In EIN SOMMER IN ITALIEN – WM 1990 wird die Geschichte dieses Turniers von den Spielern selbst erzählt, so wie nur sie es damals auf und neben dem Platz erlebt haben, bebildert mit bislang unveröffentlichten Aufnahmen von Torwarttrainer und Hobbyfilmer Sepp Maier, Schätzen aus dem FIFA-Archiv und privaten Bildern der Mannschaftskollegen. Nah, authentisch, persönlich und voller Emotionen holt der Kino-Dokumentarfilm das Publikum zurück in jenen Sommer, der Deutschland verzauberte. (Verleih)

Die große Leidenschaft (1949)

... nur am 14. Juni um 20:30 Uhr in Saal 2!

(The Passionate Friends)
GB 1949
Liebesdrama
Regie: David Lean
Drehbuch: Eric Ambler, David Lean, Stanley Haynes (nach einem Text von H.G.Wells)
Produktion: Ronald Neame
Musik: Richard Addinsell
Kamera: Guy Green
Schnitt: Geoffrey Foot
Besetzung: Claude Rains, Ann Todd, Trevor Howard, Isabel Dean, Betty Ann Davies, Arthur Howard, Guido Lorraine, Natasha Sokolova, Wilfrid Hyde-White u.a.
97 Minuten, s/w, FSK 16

Englischsprachiges Original mit englischen Untertiteln!

Mary hat nicht ihren Jugendfreund, sondern einen wesentlich älteren Bankier geheiratet. Ihre Ehe ist mäßig glücklich. Zweimal begegnet sie dem geliebten Jugendfreund wieder; ihr Mann gibt sie schließlich frei, aber nun ist der Freund verheiratet. Als ihr Mann sie vor dem Selbstmord rettet, erkennt Mary seine Größe. (filmdienst.de)

Vier Monate nach der Uraufführung heiratete Regisseur Lean seine Hauptdarstellerin Ann Todd.

Nominierung 1949 für David Lean für den Großen Preis des Festivals von Cannes.

Photoplay Award Juli 1949: "Beste Darstellungen des Monats" für Ann Todd und Claude Rains.

„Mr. Lean pflanzt seine Hinweise mit der Gewissheit eines Meisters einer Detektivgeschichte, und erhöht deren Effekt mit einer sicheren Handhabung von Kamera und Tonspur.“ (The Times)

„Das sehr simple Dreiecks-Drama fand in David Lean einen erfahrenen Regisseur, der daraus einen kleinen altmodischen Unterhaltungsfilm ohne Ambitionen machte.“ (Lexikon des internationalen Films)

„Vorhersehbares Liebesdreieck unter Oberklassenvertretern, erhöht durch eine starke Besetzung und Leans Kunstfertigkeit.“ (Leonard Maltin: Movie & Video Guide, 1996) 

Bärbel Bohley – Tagebuch einer Auflehnung

... Donnerstag (18.6.) um 18:15 Uhr in Saal 2 mit anschließendem Regiegespräch mit Fosco Dubini und Barbara Marx!

DE/CH 2026

Dokumentation

Regie: Fosco Dubini, Barbara Marx

96 Min. FSK N.N.

Bärbel Bohley war eine ostdeutsche Künstlerin und Bürgerrechtlerin. Sie wurde 1988 als Oppositionelle in der DDR verhaftet und zwangsweise in den Westen abgeschoben. Über die Zeit in Westdeutschland und ihre Reisen nach England, Frankreich und Italien, sowie ihre Begegnungen mit westeuropäischen Intellektuellen und Politikernund Politikerinnen führte sie ein Tagebuch als Zeugnis ihres ungebrochenen Widerstands. Nach 6 Monaten erkämpfte sie ihre Rückkehr in die DDR – ein einmaliger Vorgang. Sie wurde Mitbegründerin der Bürgerrechtsbewegung ‚Neues Forum‘ und das prominente Gesicht der friedlichen Revolution 1989. Sie verstarb 2010 an Krebs.

Die kurze intensive Phase radikaler Veränderung 1988–89 in der DDR steht im Fokus des Films. Parallel zu den Stationen des Tagebuchs, denen die Filmerzählung folgt, schildern enge Freunde und Mitstreiterinnen ihre eigenen Erfahrungen mit der Staatssicherheit, den perfiden Unterdrückungsmaßnahmen und den Haftbedingungen im Gefängnis Berlin­Hohenschönhausen. Auch die Frage, ob politische Häftlinge in den Gefängnissen möglicherweise radioaktiv verstrahlt wurden, wirft ein neues Licht auf das Regime der DDR. Zudem ergänzen die Protagonisten und Protagonistinnen die eigenen Aussagen Bohleys durch ihre Perspektive auf ihre Ausbürgerung und ihre Biografie. (Verleih)

Erzählungen eines Kinogehers - Werner Dütsch

... ab 18. Juni in Einzelvorstellungen in Saal 2!

DE 2024

Dokumentation

Regie: Christiane Büchner

Mit: Werner Dütsch

95 Min FSK 0

Regisseurin Christiane Büchner widmet sich in ERZÄHLUNGEN EINES KINOGEHERS dem WDR-Dokumentarfilmredakteur Werner Dütsch in einem letzten großen Interview. Cinephil, entscheidungsfreudig und neugierig - er wurde zu einem der einflussreichsten Redakteure im deutschen Fernsehen. Der Film ist Teil eines medialen Oral-History-Projekts.

Kino war für Dütsch Lebensmittel. Seine Arbeitsbiografie erscheint darin wie ein dichter werdendes Gewebe aus sehr verschiedenen Erkenntnissen über das Kino. Die gedankliche Mitbewegung findet in den skizzenhaften Animationen der Regisseurin ihren Ausdruck. (Verleih)

The Love That Remains

... ab 18. Juni täglich in Saal 1!

(Ástin sem eftir er)

IS/DK/SE/FR 2025

Regie: Hlynur Pálmason

Mit: Saga Garðarsdóttir, Sverrir Gudnason, Ída Mekkín Hlynsdóttir u.a.

109 Min. FSK

Gemeinsam mit ihren drei Kindern und Familienhund „Panda“ führen Anna und Magnús ein unaufgeregtes Leben an der weiten Küste Islands. Magnús, der von allen nur Maggi genannt wird, ist als Hochseefischer oft tagelang auf dem Meer, während Anna auf ihren Durchbruch als Künstlerin hofft. Dazwischen wandern sie mit den Kindern in den Bergen, stechen Fische auf den Seen, laufen Schlittschuh, schießen Bogen, sammeln Heidelbeeren oder beobachten Wildpferde und Wale. Dabei haben sich Anna und Maggi schon vor einer ganzen Weile getrennt. Doch irgendwie schaffen es die beiden nicht, auch ihre Leben voneinander zu trennen. Ist es nur der Kinder wegen oder ist da vielleicht noch eine Form von Liebe, die geblieben ist? (Verleih)

Madeleine (1950)

... nur am 21. Juni um 20:30 Uhr in Saal 2!

(Madeleine)
GB 1949/50
Kriminalfilm.
Regie: David Lean
Drehbuch: Stanley Haynes, Nicholas Phipps
Produktion: Stanley Haynes
Musik: William Alwyn
Kamera: Guy Green
Schnitt: Geoffrey Foot
Besetzung: Ann Todd, Norman Wooland, Ivan Desny, Leslie Banks, Edward Chapman, Barbara Everest, Elizabeth Sellars u.a.
109 Minuten, s/w, FSK 16

Englischsprachiges Original mit englischen Untertiteln!

Die Tochter einer angesehenen Glasgower Familie soll nach dem Willen ihres Vaters einen seriösen Langweiler heiraten; ihr Herz hat sie jedoch an einen gesellschaftlichen Außenseiter verloren. Während sie mit dem Geliebten ausreißen will, verspricht dieser sich von einer Heirat die bisher versagte Anerkennung. Als er nach Streitereien ermordet aufgefunden wird, kommt die junge Frau vor Gericht. Sie wird aus Mangel an Beweisen freigesprochen. (filmdienst.de)

Mit im Team, die späteren Regisseure George Pollock (als Regieassistent), Clive Donner (als Schnittassistent, ungenannt).

Ein faszinierender, insbesondere in der Hauptrolle gut gespielter Kriminalfilm, nach einem authentischen Fall aus dem 19. Jahrhundert. (filmdienst.de)

Hallo Betty

... ab 25. Juni täglich in Saal 1!

CH 2026

Regie: Pierre Monnard

Mit: Sarah Spale, Martin Vischer, Rabea Egg u.a.

110 Min. FSK

1956 erfindet die schüchterne Werbetexterin Emmi Creola (Sarah Spale) im Rahmen einer Kampagne für Speiseöl die Kunstfigur Betty Bossi – und trifft damit den Nerv der Zeit. Aus einer Marketingidee wird die „Köchin und Hausfrau der Nation“, aus Emmi eine unfreiwillige öffentliche Figur. Denn die Schweiz liebt Betty – und verlangt bald ein echtes Gesicht. Emmi schlüpft widerwillig in die Rolle ihrer eigenen Erfindung und wird selbst zur gefeierten Koch-Ikone. Doch der Erfolg fordert seinen Preis: In einer von Männern dominierten Branche muss sie sich behaupten, während sie zugleich versucht, den Erwartungen als Ehefrau und Mutter gerecht zu werden. (Verleih)

Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war

... ab 25. Juni täglich in Saal 1!

D/AT 2026

Dokumentation

Regie: Regina Schilling

Mit: Sandra Hüller, Ingeborg Bachmann, Max Frisch, Paul Celan, Hans Werner Henze u.a.

95 Min. FSK

In einer poetischen Spurensuche lässt Regisseurin Regina Schilling das Publikum am Entstehen von Kunst teilhaben: Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eine eindringliche Präsenz. Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom. Der Weg ist gezeichnet von ihren komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen.

Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann gelingt Regina Schilling eine so sinnliche wie intellektuelle Annäherung an eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Durch die kraftvolle Interpretation von Sandra Hüller und meisterhafte Archivmontagen wird Bachmanns Sprachgewalt im Kino unmittelbar erfahrbar. INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR ist ein filmisches Porträt, das die Zerbrechlichkeit und Kraft einer Künstlerin feiert, die sich jeder Vereinnahmung entzog und deren Werk bis heute eine visionäre Wucht besitzt. (Verleih)

Saving Spoonie

... Donnerstag (25.6.) um 18:00 Uhr mit anschließendem Regiegespäch mit Till Harms in Saal 2!

DE 2026

Dokumentation

Regie: Till Harms

87 Min. FSK 0

„Spoonie“, der Löffelstrandläufer, wäre ohne Dr. Christoph Zöckler und eine eingeschworene internationale Gruppe von Ornithologen längst ausgestorben. Als wäre das nicht an sich schon schlimm genug, verläuft die Flugroute des spatzengroßen Watvogels, mit dem sonderbaren Löffelschnabel, von Russland über Nordkorea, China bis nach Myanmar und führt so durch die Krisenregionen des letzten Jahrzehnts. Die Arbeit der Task Force wird unversehens zu einer politischen Herausforderung und einem diplomatischen Balanceakt zwischen Russen, Deutschen, Chinesen, Engländern und weiteren Mitgliedern des Flyway.

Während ein ambitionierter Zuchtversuch in England zu scheitern droht, erreicht der Spoonbilled Sandpiper, in China ungeahnte Popularität. Von seinen Fans liebevoll als „Spoonie“ bezeichnet, wird er zum Poster-Boy einer erwachenden chinesischen Umweltbewegung. Doch während seine Bekanntheit ständig wächst, nimmt die Zahl der real existierenden Vögel, trotz weltweiter Bemühungen, weiterhin dramatisch ab. So diskutieren die exzentrischen Vogelliebhaber ob es noch ein, zwei oder, wie Optimisten meinen, dreihundert brütende Paare auf der Welt gibt.

Und so spiegelt sich in der Tragikkomödie über Spoonies Schicksal der Kampf um die bedrohte Vielfalt, in einer zerbrechlich gewordenen Welt. (Verleih)

Die Brücke am Kwai (1957)

... nur am 28. Juni um 20:30 Uhr in Saal 2!

(The Bridge on the River Kwai)
USA 1957
Kriegsdrama.
Regie: David Lean
Drehbuch: Michael Wilson, Carl Foreman (nach dem gleichnamigen Roman von Pierre Bouille)
Produktion: Sam Spiegel
Musik: Malcolm Arnold
Kamera: Jack Hildyard
Schnitt: Peter Taylor
Besetzung: Alec Guinness, William Holden, Jack Hawkins, Sessue Hayakawa, James Donald, Geoffrey Horne, André Morell, Peter Williams, John Boxer, Percy Herbert, Harold Goodwin, Ann Sears u.v.a.
161 Minuten, Farbe, FSK 12

Deutsche Synchronfassung!

Mit 1 Euro Überlängenzuschlag!

Ein japanisches Kriegsgefangenenlager im Dschungel von Siam, 1943: Britische Kriegsgefangene werden zum Bau einer strategisch wichtigen Bahnbrücke über den Fluss Kwai gezwungen. Während der hochrangige britische Offizier Oberst Nicholson (Alec Guinness) Ehrgeiz entwickelt, dem Lagerkommandanten Colonel Saito (Sessue Hayakawa) die Überlegenheit des Westens zu beweisen und ihm eine Brücke zu bauen, die über Jahrzehnte halten kann, pirscht sich ein alliiertes Sprengkommando an…

Der ‚Colonel Bogey March’, den die britischen Soldaten beim Einmarsch ins Lager pfiffen, wurde ein Welthit. Gepfiffen wurde der Titel, weil die meisten Strophen des Textes nicht an der Filmzensur vorbeigekommen wären.

Sieben Oscars 1958 (bei acht Nominierungen): „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bester Hauptdarsteller“ (Alec Guinness), „Bestes adaptiertes Drehbuch", Beste Kamera", "Bester Schnitt und "Beste Musik".

„Effektvoll und sorgfältig inszeniertes Kriegsabenteuer, zwiespältig in seiner ambivalenten Haltung zwischen Apotheose unbedingter militärischer Pflichterfüllung und ironischer Kritik an der absurden Sinnlosigkeit des Krieges. Hervorragend: Alec Guinness' psychologisch differenzierte Darstellung.“ (Lexikon des internationalen Films)

Eine stürmische Affäre

... ab 2. Juli täglich in Saal 1!

(Breve storia d’amore)

IT 2025

Regie: Ludovica Rampoldi

Mit: Pilar Fogliati, Adriano Giannini, Andrea Carpenzano, Valeria Golino, Giulia Maenza u.a.

100 Min. FSK 12

Verführerische Komödie trifft auf packendes Drama: Der Seismologe Rocco ist ein eigentlich glücklich verheirateter Mann in seinen besten Jahren, der seine Freitagabende mit Schach-Boxen verbringt – bis er eines Tages die junge Mutter Lea kennenlernt und nicht lange zögert, eine Affäre mit ihr zu beginnen. Doch die eifersüchtige Journalistin gibt sich nicht mit diskreten Treffen in Hotelzimmern zufrieden, sondern dringt immer tiefer in Roccos Privatleben ein. Als die obsessive Stalkerin auch noch heimlich dessen Ehefrau, eine Psychotherapeutin, aufsucht, wird aus der Affäre ein Spiel mit dem Feuer. (Verleih)

The Piano Tuner

... ab 2. Juli täglich im Filmkunst 66!

(Tuner)

USA 2026

Regie: Daniel Roher

Mit: Leo Woodall, Dustin Hoffman, Havana Rose Liu u.a.

109 Min. FSK 12

Die überaus sensiblen Fähigkeiten eines hoch talentierten Klavierstimmers lassen ihn eine unerwartete Begabung zum Knacken von Tresoren entdecken – was sein Leben total auf den Kopf stellt. Mit seinem Spielfilmdebüt eröffnet uns Daniel Roher, der Oscar©-prämierte Regisseur von »Nawalny«, eine Welt voller ungeahnter Möglichkeiten in einem sehr speziellen Beruf und lässst uns das Talent des aufstrebenden Stars Leo Woodall entdecken, an der Seite seines Mentors – verkörpert von niemand Geringerem als Dustin Hoffman. (Verleih)

KiFiMo: Paddington in Peru

.. nur am 3. Juli um 14:30 Uhr als Kinderfilm des Monats Juli in Saal 2!

Große Aufregung im Hause Brown in Windsor Gardens: Der Bär, der einst mit nichts als einigen Gläsern Orangenmarmelade im Koffer als blinder Passagier nach England kam, ist nun offiziell ein richtiger Brite! Doch kaum hält Paddington seinen neuen Pass in den Tatzen, erreicht ihn ein Hilferuf aus seiner alten Heimat Peru: Tante Lucy, die dem verwaisten Bären einst das Leben gerettet und ihn danach aufgezogen hat, scheint es nicht gut zu gehen. Paddington zögert keinen Augenblick und beschließt, seine neue Reisefreiheit zu nutzen und Lucy in Peru zu besuchen. Und Familie Brown, bestehend aus Henry und Mary sowie den Kindern Jonathan und Judy und der Haushälterin Mrs. Bird, bei der Paddington in London lebt, wird ihn begleiten!

In Peru angekommen, macht sich die Reisegruppe per Schiff sofort auf den Weg zum Heim für Bären im Ruhestand, wo Tante Lucy seit einigen Jahren lebt.
Dort erwartet Paddington eine schlechte Nachricht: Tante Lucy ist verschwunden! Nur ihre Brille und ihr geliebtes Armband hat sie zurückgelassen. Hat ihr Verschwinden mit dem Goldschatz zu tun, der im Dschungel verborgen sein soll? Eine alte Karte mit einem versteckten Hinweis führt Paddington und die Browns vom tiefen Dschungel des Amazonas bis hoch zu den Berggipfeln Perus. Am Ende dieser aufregenden Reise findet Paddington nicht nur Tante Lucy, sondern auch den wertvollsten Schatz von allen… (Jugendkulturservice)

Die Austernprinzessin (1919)

... in unserer Reihe FRÜHE MEISTER DER FILMKUNST nur Sonntag, den 5. Juli um 20:30 Uhr in Saal 2!

DE 1919
Stummfilmkomödie.
Regie: Ernst Lubitsch
Drehbuch: Hanns Kräly, Ernst Lubitsch
Produktion: Paul Davidson
Musik: Aljoscha Zimmermann
Kamera: Theodor Sparkuhl
Besetzung: Victor Janson, Ossi Oswalda, Harry Liedtke, Julius Falkenstein, Max Kronert, Curt Bois, Gerhard Ritterband u.a.
58 Minuten, s/w, FSK 0

Stummfilm mit deutschen Zwischentiteln!

1 Euro Nachlass wegen Unterlänge!

Ein Film aus dem Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung (www.murnau-stiftung.de) in Wiesbaden.

Früher Stummfilm von Lubitsch: Ein reiner Comicstrip um einen Millionär, der nicht einmal die Zigarette selbst halten muß, und um seine Tochter, die einen Prinzen heiraten will, um die Tochter des Schuhcreme-Königs zu übertrumpfen. (filmdienst.de)

Die Dreharbeiten fanden im Ufa-Atelier Berlin-Tempelhof statt. Die Produktionskosten beliefen sich auf 250.000 Mark.

'Die Austernprinzessin' wurde von der Zensur im Juni 1919 mit einem Jugendverbot belegt. Die Uraufführung des Films fand im Mai 1919 im U.T. Kurfürstendamm in Berlin statt.

„Der Lockenkopf Ossi tobte sich als vasenzertöppernde Dollarmiß, als Spezialistin im Trunksuchtsheilverfahren, als Boxerin und liebende Braut aus, und Harry Liedtke und Julius Falkenstein assistierten ihr in allen Rollen zweckentsprechend." (Lichtbild-Bühne)

"Voller grotesker Komik und subtiler Gags, mit einem Happy-End im Foxtrott-Fieber. Lubitsch zeigt hier erstmals was in ihm steckt.“ (filmdienst.de)

Virginia Woolf’s Night & Day

... ab 9. Juli täglich in Saal 1!

(Night & Day)

GB/IR/D 2026

Regie: Tina Gharavi

Mit: Haley Bennett, Elyas M'Barek, Lily Allen, Jack Whitehall, Jennifer Saunders, Timothy Spall u.a.

95 Min. FSK 6

London, 1910. Katharine Hilbery (Haley Bennett), Enkelin eines angesehenen Dichters, verachtet Lyrik, schwärmt für Mathematik und tut alles, um der Liebe aus dem Weg zu gehen. Als ihr Vater (Timothy Spall) sie bei einer Veranstaltung der Astronomischen Gesellschaft erwischt, die nur Männern vorbehalten ist, verlangt er, dass sie ihre wissenschaftlichen Ambitionen aufgibt und ihren ältesten Freund William (Jack Whitehall) heiratet. Doch dann lernt Katharine bei einer Teeparty die temperamentvolle Frauenrechtlerin Mary (Lily Allen) kennen. Und stolpert dabei über Ralph Denham (Elyas M’Barek), einen charmanten Editor aus der Arbeiterklasse, der sie völlig aus dem Konzept bringt. Als ein Komet an der Erde vorbeizieht und ein schwerer Schicksalsschlag die Familie trifft, wenden sich die romantischen Vorzeichen. William verliebt sich Hals über Kopf in Katharines Cousine Cassandra (Camilla Borghesani), während Katharine Ralphs Anziehungskraft nicht länger ignorieren kann. Schließlich muss sie erkennen, dass Wissenschaft doch nicht ihre einzige Leidenschaft ist – und dass die größte Entdeckung nicht am Himmel, sondern direkt vor ihren Augen wartet.

Eine unromantische Komödie über eine leidenschaftliche junge Astronomin, die nicht mit der Liebe rechnet, ein lebendiges Kostümdrama, das sich von den Konventionen des Genres befreit – und seine Heldin vom Korsett des Patriarchats: Basierend auf Virginia Woolfs humorvollsten und zugänglichstem Roman erzählt NIGHT & DAY eine radikal moderne Geschichte über Identität, Liebe und den Drang einer jungen Frau nach Selbstbestimmung in einer Welt gesellschaftlicher Zwänge. (Verleih)

Ferienkino: Lotta aus der Krachmacherstraße (1992)

... nur am 11. und 12. Juli um 14:00 Uhr in Saal 2!

(Lotta pa Brakmakargatan)

SE 1992

Regie: Johanna Hald

Mit: Grete Havnesköld, Linn Gloppestad, Martin Andersson, Beatrice Järas, Claes Malmberg u.a.

72 Min. FSK 0

Die kleine Lotta lebt mit ihren Eltern und Geschwistern Mia und Jonas in einem schwedischen Dorf. Es ärgert sie, daß sie nicht alles darf, was die größeren Geschwister machen und versucht immer, allen zu beweisen, daß sie schon ein großes „Lotta-Kind“ ist. (Verleih)

Trouble in Paradise (Ärger im Paradies, 1932)

... in unserer Reihe FRÜHE MEISTER DER FILMKUNST nur Sonntag, den 12. Juli um 20:30 Uhr in Saal 2!

USA 1932
Filmkomödie
Regie: Ernst Lubitsch
Drehbuch: Samson Raphaelson
Produktion: Ernst Lubitsch
Musik: William Franke Harling, Leo Robin
Kamera: Victor Milner
Besetzung: Miriam Hopkins, Kay Francis, Herbert Marshall, Edward Everett Horton, Charles Ruggles, C. Aubrey Smith, Robert Greig, Leonid Kinskey u.a.
83 Minuten, s/w, FSK 0

Englischsprachiges Original mit englischen Untertiteln!

Ein blitzgescheites Ganovenpärchen versucht, eine steinreiche bezaubernde Industriellenwitwe zu schröpfen. Der Coup verläuft nicht ganz nach Plan - eifersüchtig muß die Frau mitansehen, wie sich ihr Partner in das Opfer verliebt -, am Ende aber zieht das Duo vereint und wohlausgestattet weiteren Diebestaten entgegen. (filmdienst.de)

Verbot der Aufführung in Deutschland durch die Film-Oberprüfstelle 1933: „Der Film, der unter dem Titel 'Sünde im Paradies' Anfang 1933 auch in Deutschland in die Kinos kommen sollte, wurde durch die Entscheidung der Film-Oberprüfstelle Nr. 6392 vom 11. März 1933 wegen Gefährdung der öffentlichen Ordnung und der entsittlichenden Wirkung verboten." „[…] die hier gezeigte Verherrlichung des Verbrecherlebens den Verbotstatbestand der entsittlichenden Wirkung erfüllt. Diese Wirkung wird durch den Ausgang des Bildstreifens noch verschärft, der zeigt, wie das Hochstaplerpaar von der Bestohlenen noch beschenkt […] von dannen fährt, um ungestraft weiter seinem verbrecherischen Treiben zu leben.“

„‚Ärger im Paradies‘ ist so kostbar wie eine Orchidee und ebenso selten. Es sind solche Filme, die die Leute dazu bringen, ins Kino zu gehen.“ (Llewllyn Miller in The Los Angeles Record)

„Wenn es um subtile und taktvolle Andeutungen geht, dann ist Ernst Lubitsch eine Klasse für sich. Wo der normale Regisseur in gewagten Szenen nur Vulgarität und Anstössigkeit auf die Leinwand bringt, ist Lubitsch ein Genuss. ‚Ärger im Paradies‘ ist, verglichen mit dem, was sonst im Kino läuft, ein Diamant zwischen Schlamm. Der gute Geschmack wird niemals beleidigt. Lubitsch schafft es, über dünnes Eis zu gleiten, ohne dabei einzubrechen. ‚Ärger im Paradies‘ ist so temporeich inszeniert, dass jede heikle Situation in überschäumende und spritzige Komödie verwandelt wird.“ (Louella Parsons)

Die makellose Komödie quillt von ironischen Einfällen und desillusionierenden Gags über und zählt zu Ernst Lubitschs Meisterwerken.“ (Das Lexikon des Internationalen Films)

Insekten - Helden im Verborgenen

... ab Freitag (17.7.) täglich in Saal 2!

DE 2026

Dokumentation

Regie: Nepomuk Pfaff

Erzählerin: Katharina Thalbach

90 Min FSK 0

Wie ist unsere Welt entstanden? Unter unseren Füßen verbirgt sich eine Tierklasse, die weitaus größer ist als jede andere. Begeben wir uns auf eine Zeitreise, die vor 400 Millionen Jahren beginnt, und erleben wir, wie die Puzzleteile zu einem Ganzen verschmelzen.

INSEKTEN – HELDEN IM VERBORGENEN nimmt uns mit in den Mikrokosmos, in atemberaubende Bilderwelten, erzählt von Schauspielikone Katharina Thalbach, und stellt die Frage: Muss es ein „Mensch ODER Natur“ sein? (Verleih)

Die Mama und die Hure (OmU)

... ab 16. Juli in Einzelvorstellungen in Saal 2!

(La Maman et la Putain)

FR 1972

Regie: Jean Eustache

Mit: Jean-Pierre Léaud, Françoise Lebrun, Bernadette Lafont, Isabelle Weingarten, Jacques Renard, Jean-Noël Picq, Jean Douchet, André Téchiné u.a.

215 Min. FSK (18)

Französisch mit deutschen Untertiteln!

Ein zielloser Flaneur (Jean-Pierre Léaud) verbringt seine Tage zwischen zwei Frauen, endlosen Gesprächen in Pariser Cafés und der Suche nach sich selbst. Im Zentrum steht eine Dreiecksbeziehung im Nachklang der Umwälzungen des Jahres 1968, die sich mit direkter Offenheit zwischen Selbstinszenierung, Begehren und emotionaler Grausamkeit entwickelt. Ein bis heute herausforderndes Werk über Liebe, Sprache und die Unmöglichkeit, zueinander zu finden. (Verleih)

Ferienkino: Lotta zieht um (1993)

... nur am 18. und 19. Juli um 14:00 Uhr in Saal 2!

(Lotta flyttar hemifran)

SE 1993

Regie: Johanna Hald
Mit: Grete Havnesköld, Linn Gloppestad, Martin Andersson, Beatrice Järas, Claes Malmberg u.a.

81 Min. FSK 0

Lotta ist wütend und zerschneidet ihren kratzigen Pullover und beschließt außerdem, auszuziehen. Sie zieht in Tante Bergs Dachboden und macht es sich dort gemütlich. Beim Zahnarzt will sie ihren Mund nicht öffnen und an Weihnachten und Ostern rettet sie die Familie vor einem trübseligen Fest. (Verleih)

Serenade zu dritt (1933)

... in unserer Reihe FRÜHE MEISTER DER FILMKUNST nur Sonntag, den 19. Juli um 20:30 Uhr in Saal 2!

(Design for Living)

USA 1933
Filmkomödie
Regie: Ernst Lubitsch
Drehbuch: Ben Hecht nach Noël Coward
Musik: John Leipold
Kamera: Victor Milner
Schnitt: Frances Marsh
Besetzung: Gary Cooper, Fredric March, Miriam Hopkins, Edward Everett Horton, Franklin Pangborn, Isabel Jewell, Wyndham Standing, Jane Darwell u.a.
88 Minuten, s/w, FSK 0

Deutsche Synchronfassung!

Eine Werbezeichnerin, ein Maler und ein angehender Dramatiker gehen eine unkonventionelle Bindung zu dritt ein. Aus den entstehenden Liebeskonflikten flüchtet sich die Frau in eine bürgerliche Ehe, aus der sie zu erneutem Glück zu dritt "befreit" wird. (filmdienst.de)

Noël Coward hatte 1932 als Autor des Stücks 'Design for Living', der frivolen Dreiecksgeschichte zwischen zwei Männern und einer Frau, einen großen Hit. Das Stück feierte am Broadway Triumphe. Die Dialoge und Situationen waren gewagt und teilweise auch frivol, so dass eine Verfilmung kaum möglich schien. Ernst Lubitsch nahm sich der Aufgabe an. Er war seit Mitte der 1920er als erfolgreicher Regisseur leicht doppeldeutiger Geschichten bekannt und seine taktvolle Behandlung auch delikater Situationen wurde als der Lubitsch Touch bekannt. Am Ende bekam der Autor Ben Hecht den Auftrag, ein Skript zu erstellen und schaffte es, eine Version zu schreiben, die die vagen Grundzüge aus dem Bühnenstück übernahm und allzu anstößige Zeilen und Dialoge auf ein vertretbares Maß reduzierte. (wikipedia)

Elegant-ironische Komödie, die von der Kunst der Andeutung, Mehrdeutigkeiten und Anspielungen sowie eines permanenten Perspektivenwechsels in Bild und Ton lebt. Geschliffene Dialoge und blendende Schauspieler machen das moralische Spiel mit der Unmoral zu einem Genuß.  (filmdienst.de)

„Frivole Lubitsch-Komödie mit bissigem Wortwitz und hinterlistigem Charme, die von der Kunst der Andeutung, der Mehrdeutigkeiten und Anspielungen sowie eines permanenten Perspektivenwechsels in Bild und Ton lebt. Lubitsch ironisiert gesellschaftliche Moralvorstellungen, indem er seine Figuren mit möglichen und unmöglichen Formen der ‚platonischen Liebe‘ experimentieren läßt.“ (Lexikon des internationalen Films)

So klingt das Leben

... ab 16. Juli täglich in Saal 1!

(Rondallas)

ES 2025

Regie: Daniel Sánchez Arévalo

Mit: Javier Gutiérrez, María Vázquez, Judith Fernández, Tamar Novas, Carlos Blanco, Fer Fraga u.v.a.

113 Min. FSK 12

Zwei Jahre nach einem tragischen Schiffsunglück, versucht das kleine Fischerdorf A Guarda an der galicischen Küste, wieder Halt zu finden. Als die Dorfgemeinschaft beschließt, ihr traditionelles Musikensemble wieder aufleben zu lassen, übernimmt die 18-jährige Andrea die Leitung – in Erinnerung an ihren Vater, der bei der Katastrophe ums Leben kam. Mit Mut und Entschlossenheit bringt sie frischen Wind in die Proben für den regionalen Wettbewerb, verbindet vertraute Instrumente mit zeitgenössischen Hits und weckt so nach und nach die Lebensfreude und Zuversicht der Menschen. Doch der Weg zurück ist kein leichter: Die Lücken, die das Unglück hinterlassen hat, sind auch im Ensemble spürbar, und zwischen Hoffnung, Zweifel und Trauer gerät die Harmonie der Gemeinschaft immer wieder ins Wanken. (Verleih)

Dreams – Gefährliches Verlangen

... ab 23. Juli täglich in Saal 1!

(Dreams)

US/MEX 2025

Regie: Michel Franco

Mit: Jessica Chastain, Isaac Hernández, Rupert Friend u.a.

99 Min. FSK 16

Jennifer ist ebenso reich wie attraktiv und genießt ein glamouröses Leben als Philanthropin in der amerikanischen High Society. Niemand ahnt, dass sie während ihrer regelmäßigen Aufenthalte in Mexiko eine leidenschaftliche Beziehung mit dem jungen Balletttänzer Fernando führt – einem vielversprechenden Talent ihrer Kulturstiftung. Verliebt und voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft in den USA wagt Fernando eines Tages den gefährlichen Weg über die Grenze. Als er plötzlich in Jennifers luxuriösem Apartment in San Francisco auftaucht, gerät ihre sorgfältig kontrollierte Welt aus den Fugen.

Ballettstar Isaac Hernández brilliert in seiner ersten Filmrolle an der Seite von Oscar®-Preisträgerin Jessica Chastain in Michel Francos provokantem, beklemmend aktuellem Erotikdrama über Machtgefälle, liberale Heuchelei und toxisches Begehren. DREAMS – GEFÄHRLICHES VERLANGEN feierte seine Premiere im Wettbewerb der Berlinale. (Verleih)

Ferienkino: Ferien auf Saltkrokan (1962)

... nur am 25. und 26. Juli um 14:00 Uhr in Saal 2!

(Vi pa Saltkrakan)

SE 1962

Regie: Olle Hellbom

Mit: Torsten Lilliecrona, Louise Edlind, Maria Johansson, Kristina Jämtmark, Stephen Lindholm u.a.

90 Min. FSK 0

Das Alltagsleben auf der schwedischen Insel Saltkrokan wird im Sommer nicht unwesentlich von den Feriengästen geprägt. Auch Tjorven, ein aufgewecktes Mädchen, hat mit ihnen zu tun. Dazu gehört die Familie Melker, mit ihren drei Söhnen, die immer zu Streichen aufgelegt sind, und dies nicht selten auf Kosten ihrer 19-jährigen Schwester Malin, die eigentlich schon ganz andere Dinge im Kopf hat, als sich mit „Grünzeug“ abzugeben. (Verleih)

Angel (Engel, 1937)

... in unserer Reihe FRÜHE MEISTER DER FILMKUNST nur Sonntag, den 26. Juli um 20:30 Uhr in Saal 2!

USA 1937
Liebesfilm.
Regie: Ernst Lubitsch
Drehbuch: Samson Raphaelson
Produktion: Ernst Lubitsch
Musik: Boris Morros, Friedrich Hollaender, Leo Robin
Kamera: Charles Lang
Schnitt: William Shea
Besetzung: Marlene Dietrich, Herbert Marshall, Melvyn Douglas, Edward E. Horton, Ernest Cossart, Laura Hope Crews, Herbert Mundin, Dennie Moore u.a.
91 Minuten, s/w, FSK 12

Englischsprachiges Original mit deutschen Untertiteln

Die vernachlässigte Frau eines britischen Diplomaten hat in Paris ein Abenteuer mit einem Unbekannten, dem sie zu Hause überraschend wieder begegnet. (filmdienst.de)

„Lubitsch gehört nicht zu den Regisseuren, die ein fertiges Manuskript in die Hand bekommen wollen, er arbeitet von Anbeginn an mit den Autoren zusammen. Jedes Wort, jeden Satz überlegt er, er skandiert ihn wie ein Gedicht, ehe er ihn niederschrieben läßt. Es gilt als großartiges Ergebnis, wenn unter seiner Leitung in einer zehnstündigen Arbeit nach zwei Wochen ein paar Seiten des Manuskripts fertig sind. Die berühmten Lubitsch-Lustspiele sind Ergebniss angestrengtester Arbeit.“ (Melchior Lengyel, Autor der Vorlage)

„... phantasievolle Dreieckskomödie, schwerelos leicht und hintergründig inszeniert, brillant in den Dialogen, perfekt in der Schauspielführung.“ (Das Lexikon des Internationalen Films)

„Ein Dreiecksverhältnis, von Ernst Lubitsch entsprechend der Gesellschaft, in der es sich abspielt, mit vornehmer Zurückhaltung als Komödie inszeniert. Der Film kann zwar auf nette Art unterhaltsam sein, er ist jedoch etwas zu sehr vom Hauch einer vergangenen Epoche behaftet, als daß sein Humor heute noch besonders wirkungsvoll wäre.“ (Evangelischer Film-Beobachter, 1970)

Amore und Basta!

... ab 30. Juli täglich in Saal 1!

(2 cuori e 2 capanne)

IT 2025

Regie: Massimiliano Bruno

Mit: Edoardo Leo, Daniele Silvestri, Valerio Lundini, Claudia Pandolfi u.a.

108 Min. FSK 12

Der Feelgood-Kinohit aus Italien ist eine spritzig-charmante RomCom über Gegensätze, die sich nicht nur an- sondern auch ausziehen! Alessandra und Valerio treffen sich eines Morgens im Bus und landen kurz darauf schon im Bett – trotz unterschiedlichster Lebenseinstellungen. Wie sich zum Schrecken beider herausstellt, ist Valerio Direktor an der neuen Schule der freigeistigen Lehrerin. Doch da beide wie Feuer und Wasser sind, beginnt es zwischen der feministischen Alessandra und dem machohaften Valerio ordentlich zu dampfen. Während seine Schülerinnen und Schüler gegen die konservative Leitung Valerios rebellieren, bringt ein unerwarteter Kindersegen die brüchige Beziehung ordentlich durcheinander… (Verleih)

Ferienkino: Ferien auf Saltkrokan 2: Der verwunschene Prinz

... nur am 1. und 2. August um 14:00 Uhr in Saal 2!

(Tjorven, Båtsman och Moses)

SE 1964

Regie: Olle Hellbom

Mit: Torsten Lilliecrona, Louise Edlind, Maria Johansson, Kristina Jämtmark, Stephen Lindholm u.a.

86 Min. FSK 0

Alle Frösche sind verzauberte Prinzen, glauben Stina und Tjorven. Und so küssen sie jeden Frosch, den sie finden können. Plötzlich steht hinter ihnen ein hübscher junger Mann. Außerdem erhält Tjorven von Westerman einen kleinen Seehund, den sie Moses tauft. (Verleih)

Der Klang der Stradivari

... ab 6. August täglich in Saal 1!

(Les Musiciens)

FR 2025

Regie: Grégory Magne

Mit: Valérie Donzelli, Frédéric Pierrot, Mathieu Spinosi, Emma Ravier, Daniel Garlitsky, Marie Vialle, Valentin Pradier, Nicolas Bridet, François Ettori u.a.

102 Min. FSK 0

Astrid steht kurz davor, Musikgeschichte zu schreiben und den Traum ihres verstorbenen Vaters zu erfüllen: vier weltberühmte Stradivari zum ersten Mal für ein Konzert zu vereinen. Doch die Harmonie endet bei den kostbaren Instrumenten. Denn die für das Projekt engagierten Solisten Lise, George, Peter und Apolline beherrschen zwar virtuos ihre Saiten, aber nicht ihre Emotionen. Während der Proben auf dem abgeschiedenen Chateau prallen Eitelkeiten, alte Rivalitäten und künstlerische Differenzen aufeinander. Um das Jahrhundertprojekt vor dem Scheitern zu retten, bittet Astrid den exzentrischen Komponisten Charlie Beaumont um Hilfe. Nun liegt es an ihm, aus vier Einzelkämpfern ein Quartett zu formen und den unvergleichlichen Klang der Stradivari zum Leben zu erwecken.

Mit einem wundervollen Ensemble aus Musikern und Schauspielern sowie einer eigens für den Film komponierten Partitur entfaltet Grégory Magne eine feingeistige Komödie über die Kunst des Zusammenspiels auf der Bühne wie im Leben. DER KLANG DER STRADIVARI ist ein Fest für die Sinne und eine Einladung, die Magie dieser einzigartigen Instrumente im Kino zu erleben. (Verleih)

Ferienkino: Ferien auf Saltkrokan 3: Das Trollkind

... nur am 8. und 9. August um 14:00 Uhr in Saal 2!

(Tjorven och Skrållan)

SE 1965

Regie: Olle Hellbom

Mit: Torsten Lilliecrona, Louise Edlind, Maria Johansson, Kristina Jämtmark, Stephen Lindholm, Kajsa Dandenell u.a.

88 Min. FSK 0

Peter und Malin, die inzwischen verheiratet sind, haben eine kleine Tochter bekommen – Skrallan. Diese hält alle Inselbewohner kräftig auf Trab. Besonders große Aufregung herrscht, als Stina die Kleine allein im Wald aussetzt, da sie glaubt, Skrallan sei ein Trollkind. (Verleih)

Ferienkino: Ferien auf Saltkrokan 4: Die Seeräuber

... nur am 15. und 16. August in Saal 2!

(Tjorven och Mysak)

SE 1966

Regie: Olle Hellbom

Mit: Torsten Lilliecrona, Louise Edlind, Maria Johansson, Kristina Jämtmark, Stephen Lindholm, Kajsa Dandenell, Torsten Wahlund u.a.

92 Min. FSK 0

Onkel Melker führt die Kinder zum Spielen in die „Totenbucht“, wo das alte Segelschiff, die „Albertina“, liegt. Hier kämpfen sie in zwei Gruppen um den berühmten Diamanten „Mysak“. Alle sind vom Spiel hellauf begeistert, besonders dann, wenn wieder einer mit dem Wasser Bekanntschaft macht. (Verleih)

Ferienkino: Ferien auf Saltkrokan 5: Glückliche Heimkehr

... nur am 22. und 23. August in Saal 2!

(Skrållan, Ruskprick och Knorrhane)

SE 1967

Regie: Olle Hellbom

Mit: Torsten Lilliecrona, Louise Edlind, Maria Johansson, Kristina Jämtmark, Stephen Lindholm, Kajsa Dandenell, Bengt Eklund, Hans Alfredson, Tage Danielsson u.a.

92 Min. FSK 6

Skrallan, Tjorven und Pelle sind nach einem Schiffbruch mit Rüpel und Knurrhahn – zwei seltsamen Gaunern – auf einer einsamen Insel gelandet. Diese beiden wollten der Welt entfliehen und sich auf dieses paradiesische Eiland zurückziehen. Doch die Kinder kommen den beiden Ganoven auf die Spur und machen ihnen das Leben schwer. (Verleih)

Bluebeard's Eighth Wife (Blaubarts achte Frau, 1938)

... in unserer Reihe FRÜHE MEISTER DER FILMKUNST nur Sonntag, den 6. September um 20:30 Uhr in Saal 2!

USA 1938
Screwball-Komödie
Regie: Ernst Lubitsch
Drehbuch: Billy Wilder, Charles Brackett
Produktion: Ernst Lubitsch
Musik: Friedrich Hollaender, Werner R. Heymann
Kamera: Leo Tover
Schnitt: William Shea
Besetzung: Claudette Colbert, Gary Cooper, Edward Everett Horton, David Niven, Elizabeth Patterson, Herman Bing, Warren Hymer, Franklin Pangborn, Armand Cortes, Rofe Sedan, Lawrence Grant, Lionel Pape, Tyler Brooke, Leon Ames, Charles Halton u.a.
85 Minuten, s/w, FSK 0

Englischsprachiges Original mit deutschen Untertiteln!

An der Riviera heiratet eine verarmte Adelige unter väterlichem Druck einen siebenmal geschiedenen Millionär. Aus Rache betreibt sie die Scheidung, verliebt sich aber wieder rechtzeitig zum Happy-End. (filmdienst.de)

"Geistreich-unterhaltsame, leicht frivole Lubitsch-Komödie mit ironischen Untertönen. Der Film lebt durch seine Dialoge und die weltfremde Skurrilität seiner Figuren. Lubitsch zelebriert einmal mehr die von ihm hochentwickelte Kunst der Andeutung." (filmdienst.de)

Ninotschka (1939)

... in unserer Reihe FRÜHE MEISTER DER FILMKUNST nur Sonntag, den 13. September um 20:30 Uhr in Saal 2!

(Ninotchka)
USA 1939
Liebeskomödie.
Regie: Ernst Lubitsch
Drehbuch: Charles Brackett, Billy Wilder, Walter Reisch
Produktion: Ernst Lubitsch, Sidney Franklin für MGM
Musik: Werner Richard Heymann
Kamera: William H. Daniels
Schnitt: Gene Ruggiero
Besetzung: Greta Garbo, Melvyn Douglas, Ina Claire, Felix Bressart, Sig Ruman, Alexander Granach, Bela Lugosi, Gregory Gaye, Rolfe Sedan, Edwin Maxwell, Richard Carle, Tamara Shayne, Lawrence Grant, George Tobias u.v.a.
110 Minuten, s/w, FSK 0

Deutsche Synchronfassung!

Drei russische Funktionäre werden 1939 nach Paris geschickt, um die konfiszierten Kronjuwelen einer geflohenen Großherzogin zu verkaufen. Doch die Verlockungen der Weltstadt sind mannigfaltig und lassen sie vom Kurs abkommen. Die linientreue Kommissarin Ninotschka soll die Verräter stellen und das Geschäft im Sinne ihrer Partei vollziehen. Da lernt sie den charmanten Grafen Léon kennen…

Das Studio bewarb Greta Garbos erste Komödie mit dem Slogan „Garbo laughs!“ (Garbo lacht!), womit das Studio die Werbekampagne für ‚Anna Christie’, Garbos ersten Tonfilm („Garbo talks!“), parodierte.

Da die Sowjetunion zur Stalinzeit in „Ninotschka“ als steif und trostlos kritisiert wurde, erhielt der Film ein Aufführungsverbot in der Sowjetunion. In Deutschland erlebte der Film erst 1948 seine Kinopremiere, allerdings nur in den westlichen Zonen.

1954 wurde eine Musicalfassung des Bühnenstücks ‚Ninotschka’ am Broadway unter dem Titel ‚Silk Stockings’ uraufgeführt. Die Musik stammt von Cole Porter und die weibliche Hauptrolle spielte Hildegard Knef.

4 Oscar-Nominierungen 1940. Greta Garbo wurde 1940 für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert.

„Stalin würde ihn nicht mögen. Molotoff würde wohl seine Beauftragten von Metro-Goldwyn-Mayer abziehen. Wir sagen einfach, dass Garbos Ninotschka eine der spritzigsten Komödien des Jahres ist, eine freche, impertinente und boshafte Geschichte, deren Pointen keine Grenzen kennen (egal, wie weit sie unter die Gürtellinie gehen), und die die erste dramatische Schauspielerin vorstellt, die eine Komödienrolle mit dem Ausdruck von Buster Keaton spielt. [...] Und nicht einmal die Rockefellers konnten erwarten, dass MGM der Garbo auf Kosten der Sowjetunion einen Lacher entlockt. [...] Aus diesem Grund ist der Stoff so ausschließlich für die Filmleinwand geeignet, dass kein Zeitungsartikel weder ihm noch Miss Garbo's wunderbarer Premiere als Komikerin auch nur ansatzweise gerecht werden könnte. Das monotone Spiel der Garbo muss einfach sein. Wir hoffen beinahe, dass sie einmal eine Szene schlecht spielt, um uns mit Widerwillen zu erfüllen und den Verdacht zu zerstreuen, dass wir Mitglieder eines Fanclubs wären. Aber sie bleibt unfehlbar, und Garbo ist immer Herrin über die Situation und tut genau das, was Drehbuch und Regisseur von ihr verlangen. Ihre "Trink"-Szene gefällt uns nicht, aber weil wir sie nicht mögen, wissen wir, dass der Fehler beim Autor und bei Mr. Lubitsch liegt. Hier lasteten sie ihr zuviel auf.“ (Frank S. Nugent in der ‘New York Times’)

„Klassische Hollywood-Komödie mit hervorragenden Darstellern, inszeniert mit hintergründigem Witz nach einem brillant geschriebenen Drehbuch. Unter Lubitschs subtiler Regie spielte Greta Garbo ihre einzige wirklich gelungene komische Rolle.“ (Lexikon des internationalen Films)

Rendezvous nach Ladenschluß (1940)

... in unserer Reihe FRÜHE MEISTER DER FILMKUNST nur Sonntag, den 20. September um 20:30 Uhr in Saal 2!

(The Shop Around the Corner)
USA 1940
Komödie
Regie: Ernst Lubitsch
Drehbuch: Samson Raphaelson, Ben Hecht
Produktion: Ernst Lubitsch
Musik: Werner Richard Heymann
Kamera: William H. Daniels
Schnitt: Gene Ruggiero
Besetzung: James Stewart, Margaret Sullavan, Frank Morgan, Joseph Schildkraut, Felix Bressart, Sara Haden, William Tracy, Inez Courtney, Charles Smith, Charles Halton, Edwin Maxwell u.a.
99 Minuten, s/w, FSK 0

Deutsche Synchronfassung.

Zwei Menschen, die in einem anonymen Briefwechsel miteinander stehen, werden, ohne es zu wissen, in einem kleinen Galanterie- und Lederwarengeschäft Kollegin und Kollege. Nach einem hintergründig-turbulenten Versteckspiel mündet die im Budapest der 30er Jahre angesiedelte Geschichte in einen märchenhaft-romantischen Schluß. (filmdienst.de) 

Lubitsch wollte unbedingt James Stewart und Margaret Sullavan für die Hauptrollen. Da sie zuerst nicht verfügbar waren, wartete er und drehte in der Zwischenzeit "Ninotschka". "Rendezvous nach Ladenschluss" wurde fast direkt im Anschluss und in nur 28 Tagen gedreht.

"Glänzend inszenierte Komödie mit wunderbaren Darstellern. Im Gegensatz zu Lubitschs frechen Salonkomödien spielt diese liebenswerte Kleine-Leute-Geschichte vor einem relativ realistischen Hintergrund." (filmdienst.de)

Sein oder Nichtsein (1942)

... in unserer Reihe FRÜHE MEISTER DER FILMKUNST nur Sonntag, den 27. September um 20:30 Uhr in Saal 2!

(To Be or Not to Be)
USA 1942
Filmsatire.
Regie: Ernst Lubitsch
Drehbuch: Edwin Justus Mayer
Produktion: Ernst Lubitsch, Alexander Korda
Musik: Werner Richard Heymann
Kamera: Rudolph Maté
Schnitt: Dorothy Spencer
Besetzung: Carole Lombard, Jack Benny, Robert Stack, Felix Bressart, Lionel Atwill, Stanley Ridges, Sig Ruman, Tom Dugan, Charles Halton, George Lynn, Henry Victor, Maude Eburne, Halliwell Hobbes, Miles Mander u.v.a.
93 Minuten, s/w, FSK 12

Deutsche Synchronfassung.

1939 wird Warschau von den deutschen Truppen besetzt. Eine Gruppe renommierter Shakespeare-Darsteller, zu dem das Ehepaar Josef und Anna Tura gehört (Jack Benny und Carole Lombard), engagiert sich im Widerstand, fällt aber einem Nazi-Spion auf. Als den Darstellern Verhaftung droht, entwickeln sie einen mutigen Plan, um der deutschen Gestapo zu entgehen...

„Ich hatte die zwei etablierten und anerkannten Rezepte satt: Drama mit entlastender komödiantischer Einlage und Komödie mit dramatischen Elementen. Ich wollte niemanden zu keinem Zeitpunkt von nichts entlasten: Es sollte dramatisch sein, wenn es die Situation verlangt, und Satire und Komödie dort geben, wo sie angebracht sind. Man könnte den Film eine tragische Farce oder eine farcenhafte Tragödie nennen – mir ist das egal und dem Publikum auch.“ (Ernst Lubitsch in der New York Times vom 29. März 1942)

Der Film erhielt eine Oscar-Nominierung für die Filmmusik von Werner R. Heymann.

„Aus diesem Stoff, der halb Hahnrei-Farce, halb Widerstandsdrama ist und halb (falls es eine dritte Hälfte gäbe) Theaterklamotte, hat der europäische Emigrant die perfekteste[sic!] Hollywood-Komödie überhaupt geschaffen, eine Mischung aus Frivolität und Moral, aus politischem Witz und Dekadenz. Einen Film, der alle seine Situationen so oft umkehrt und spiegelt, bis das Unterste zuoberst ist; einen Film, der mit einem falschen Hitler den echten so treffend einfing, wie der nie sein konnte - vielleicht von Chaplins Großem Diktator abgesehen.“ (Hellmuth Karasek in Der Spiegel, 1984)

„Der Meister der intelligenten Komödie zeigt auch hier seine typische Handschrift.“ (Berliner Zeitung)

„Der Komik mit Grauen stilvoll verquickende Film ist eine immer noch nützliche Abrechnung mit dem Führerkult und seinen Begleiterscheinungen. Einer der besten Filme von Ernst Lubitsch, der als ätzende Satire die Schergen des Nationalsozialismus als Schmierendarsteller beschreibt und die Schauspielertruppe als tragikomische Helden ehrt.“  (Lexikon des internationalen Films)