Ferienkino: Ferien auf Saltkrokan 5: Glückliche Heimkehr

... nur am 22. und 23. August in Saal 2! Mit anschließender Zeit zum Malen und Basteln!

(Skrållan, Ruskprick och Knorrhane)

SE 1967

Regie: Olle Hellbom

Mit: Torsten Lilliecrona, Louise Edlind, Maria Johansson, Kristina Jämtmark, Stephen Lindholm, Kajsa Dandenell, Bengt Eklund, Hans Alfredson, Tage Danielsson u.a.

92 Min. FSK 6

Skrallan, Tjorven und Pelle sind nach einem Schiffbruch mit Rüpel und Knurrhahn – zwei seltsamen Gaunern – auf einer einsamen Insel gelandet. Diese beiden wollten der Welt entfliehen und sich auf dieses paradiesische Eiland zurückziehen. Doch die Kinder kommen den beiden Ganoven auf die Spur und machen ihnen das Leben schwer. (Verleih)

Oh la la 2 - Neue Tests, neues Chaos

... ab 27. August täglich in Saal 1!

(Cocorico 2)

Regie: Julien Hervé

Mit: Christian Clavier, Didier Bourdon, Sylvie Testud, Marianne Denicourt u.a.

91 Min. FSK 12

Damit haben die beiden Sturköpfe nicht gerechnet: Ihre DNA-Tests waren fehlerhaft! Jetzt wird nicht nur die deutsche Abstammung des französischen Autohändlers Gerard in Frage gestellt, sondern auch der cholerische Weingutbesitzer Frederic, der sich gerade erst mit seinen indigenen Wurzeln angefreundet hat, verliert seinen kompletten französischen Stammbaum und ist ein waschechter Türke.

Nach dem großen Publikumserfolg von OH LA LA – WER AHNT DENN SOWAS? sorgt Christian Clavier, der Star aus der MONSIEUR CLAUDE-Reihe, erneut für ein herrlich freches Kinovergnügen voller überraschender Wendungen und politisch-inkorrekter Witze. Der turbulente Schlagabtausch mit jeder Menge kultureller Missverständnisse lässt dabei ausdrücklich kein Fettnäpfchen aus. (Verleih)

Der Heimatlose

.. ab 27. August täglich in Saal 2!

DE 2026

Regie: Kai Stänicke

Miz: Paul Boche, Philip Froissant, Emilia Schüle, Stephanie Amarell u.a.

122 Min. FSK 12

Nach 14 Jahren auf dem Festland kehrt Hein in seine Heimat zurück – das einzige Dorf auf einer abgelegenen Nordseeinsel. Zu seiner Überraschung erkennt ihn die eingeschworene Dorfgemeinschaft nicht wieder. Sogar sein Kindheitsfreund Friedemann distanziert sich von ihm, obwohl sie einst unzertrennlich waren. Um herauszufinden, ob Hein wirklich der ist, für den er sich ausgibt, rufen die Bewohner*innen ein Dorfgericht ins Leben. Doch im Verlauf des Prozesses mehren sich die Ungereimtheiten. Heins Erinnerungen an seine Jugend unterscheiden sich grundlegend von denen der geladenen Zeug*innen. Mit jedem Verhandlungstag verschlechtert sich die Stimmung im Dorf, aus Verdächtigungen wird offene Feindseligkeit. Alle sind überzeugt, dass Hein ein Betrüger ist. In seiner Angst, alles zu verlieren, begibt sich Hein verzweifelt auf die Suche nach Beweisen, die seine Erinnerungen bestätigen – bis er erkennt, was er lange nicht sehen wollte. (Verleih)

Strange River (OmU)

... ab 27. August täglich in Saal 2! Am Sinnlichen Sommersamstag mit einem Aperitif aufs Haus!

ES/D 2025

(Estrany riu)

Regie: Jaume Claret Muxart

Mit: Jan Monter, Nausicaa Bonnín, Jordi Oriol u.a.

106 Min. FSK 12

Katalanisch-deutsche OV mit deutscher Teiluntertitelung

Sommerferien am Donauufer, eine katalanische Familie radelt den Fluss entlang. Während seine Eltern in Erinnerungen an ihre Jugend schwelgen und seine jüngeren Brüder seine Nähe suchen, ist der sechzehnjährige Dídac lieber allein und still. Sein Herz schmerzt einer verflossenen, unerwiderten Liebe nach – warum viel reden, wenn einen ohnehin niemand versteht? Doch plötzlich beginnt er an jedem Stopp der Reise denselben, rätselhaften Jungen zu sehen, im Wasser und an Land, in der Ferne und ganz nah. Und jedes Mal zieht es Dídac ein bisschen mehr in den Bann des Fremden hinein.

Im Stil romantischer Gemälde des 19. Jahrhunderts interpretiert Jaume Claret Muxart die Donau als erhabene Trägerin uralter Mysterien. Am Ende dieses Sommers wird Dídac ein anderer sein, das Familiengefüge neu zusammengelegt. Es gilt, in das Begehren einzutauchen, die Ängste abzuwaschen. „Strange River“ ist ein Film, der fließt – zwischen den Erlebnissen seiner Figuren, zwischen Mensch und Natur und dem Übernatürlichen. Ein sinnlich-verführerischer Beitrag für den Kanon queerer Coming-of-Age-Geschichten, poetisch und selbstbewusst, voller Sehnsucht und Geheimnisse. (Verleih)

Toy Story 5

... vermutlich ab 27. August in unserem Kinder- und Familienprogramm!

(Toy Story 5)

USA 2026

Regie: Andrew Stanton, McKenna Harris

102 Min FSK 0

Die Spielzeuge sind zurück in „Toy Story 5“, und dieses Mal heißt es: Spielzeug trifft High-Tech. Der Job von Buzz, Woody, Jessie und ihren Freunden wird deutlich härter, als sie sich dieser völlig neuen Bedrohung im Kinderzimmer stellen müssen. (Verleih)

Virginia Woolf’s Night & Day

... noch einmal im Rahmen des Kinderwagenkinos am Freitag (28.8.) um 11:00 Uhr in Saal 2!

(Night & Day)

GB/IR/D 2026

Regie: Tina Gharavi

Mit: Haley Bennett, Elyas M'Barek, Lily Allen, Jack Whitehall, Jennifer Saunders, Timothy Spall u.a.

95 Min. FSK 6

London, 1910. Katharine Hilbery (Haley Bennett), Enkelin eines angesehenen Dichters, verachtet Lyrik, schwärmt für Mathematik und tut alles, um der Liebe aus dem Weg zu gehen. Als ihr Vater (Timothy Spall) sie bei einer Veranstaltung der Astronomischen Gesellschaft erwischt, die nur Männern vorbehalten ist, verlangt er, dass sie ihre wissenschaftlichen Ambitionen aufgibt und ihren ältesten Freund William (Jack Whitehall) heiratet. Doch dann lernt Katharine bei einer Teeparty die temperamentvolle Frauenrechtlerin Mary (Lily Allen) kennen. Und stolpert dabei über Ralph Denham (Elyas M’Barek), einen charmanten Editor aus der Arbeiterklasse, der sie völlig aus dem Konzept bringt. Als ein Komet an der Erde vorbeizieht und ein schwerer Schicksalsschlag die Familie trifft, wenden sich die romantischen Vorzeichen. William verliebt sich Hals über Kopf in Katharines Cousine Cassandra (Camilla Borghesani), während Katharine Ralphs Anziehungskraft nicht länger ignorieren kann. Schließlich muss sie erkennen, dass Wissenschaft doch nicht ihre einzige Leidenschaft ist – und dass die größte Entdeckung nicht am Himmel, sondern direkt vor ihren Augen wartet.

Eine unromantische Komödie über eine leidenschaftliche junge Astronomin, die nicht mit der Liebe rechnet, ein lebendiges Kostümdrama, das sich von den Konventionen des Genres befreit – und seine Heldin vom Korsett des Patriarchats: Basierend auf Virginia Woolfs humorvollsten und zugänglichstem Roman erzählt NIGHT & DAY eine radikal moderne Geschichte über Identität, Liebe und den Drang einer jungen Frau nach Selbstbestimmung in einer Welt gesellschaftlicher Zwänge. (Verleih)

Diamanti

... ab 3. September täglich in Saal 2!

(Diamanti)

IT 2024

Regie: Ferzan Özpetek

Mit: Luisa Ranieri, Jasmine Trinca, Kasia Smutniak u.v.a

135 Min. FSK 12

Ein Regisseur versammelt seine liebsten Schauspielerinnen – die, mit denen er bereits gearbeitet hat, und die, die er geliebt hat. Er möchte einen Film über Frauen machen, erzählt ihnen jedoch nicht viel darüber. Stattdessen beobachtet er sie, lässt sich von ihnen inspirieren, bis seine Fantasie sie in eine andere Zeit katapultiert: in eine Vergangenheit, in der das Dröhnen der Nähmaschinen einen von Frauen bestimmten Arbeitsplatz erfüllt, in der Männer nur Nebenrollen spielen und das Kino eine neue Sichtweise bekommt – nämlich die der Kostüme. Zwischen Einsamkeit, Leidenschaft, Sehnsüchten, schmerzlicher Abwesenheit und unerschütterlichen Bindungen vermischen sich Realität und Fiktion. Die Leben der Schauspielerinnen und ihrer Figuren, Konkurrenz und Solidarität, Sichtbares und Unsichtbares gehen ineinander über. (Verleih)

Wer weiß schon, was ein Leben ist?

... ab 3. September in Einzelvorstellungen in Saal 2! Samstag (5.9.) um 17:15 Uhr in Anwesenheit der Regisseurin Annelie Boros in Saal 1!

D 2026

Dokumentation

Regie: Annelie Boros, Vera Brückner

Mit: Katharina Stark, Dominique Devenport, Enno Trebs, Merlin Rose, Florian Lukas

95 Min. FSK N.N.

Paula Modersohn-Becker zählt heute zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Moderne – zu Lebzeiten verkaufte sie dagegen kaum ein Bild. Anlässlich ihres 150. Geburtstags begibt sich Schauspielerin Katharina Stark auf die Spur einer außergewöhnlichen Frau. Zwischen Worpswede und Paris nähert sie sich Leben, Werk und Denken Paula Modersohn-Beckers an. Je tiefer sie in deren Welt eintaucht, desto mehr wird die Suche auch zu einer Begegnung mit sich selbst. So entsteht ein poetischer Film über künstlerische Freiheit, weibliche Selbstbestimmung und die zeitlose Frage: Wer weiß schon, was ein Leben ist? * Der Film ist keine klassische Künstlerbiografie und kein Museumsfilm. Er ist eine poetische Begegnung zwischen zwei Frauen, die mehr als hundert Jahre trennen – und die doch dieselben Fragen nach Freiheit, Identität und Selbstbestimmung bewegen. (Verleih)

Bluebeard's Eighth Wife (Blaubarts achte Frau, 1938)

... in unserer Reihe FRÜHE MEISTER DER FILMKUNST nur Sonntag, den 6. September um 20:30 Uhr in Saal 2!

USA 1938
Screwball-Komödie
Regie: Ernst Lubitsch
Drehbuch: Billy Wilder, Charles Brackett
Produktion: Ernst Lubitsch
Musik: Friedrich Hollaender, Werner R. Heymann
Kamera: Leo Tover
Schnitt: William Shea
Besetzung: Claudette Colbert, Gary Cooper, Edward Everett Horton, David Niven, Elizabeth Patterson, Herman Bing, Warren Hymer, Franklin Pangborn, Armand Cortes, Rofe Sedan, Lawrence Grant, Lionel Pape, Tyler Brooke, Leon Ames, Charles Halton u.a.
85 Minuten, s/w, FSK 0

Englischsprachiges Original mit deutschen Untertiteln!

An der Riviera heiratet eine verarmte Adelige unter väterlichem Druck einen siebenmal geschiedenen Millionär. Aus Rache betreibt sie die Scheidung, verliebt sich aber wieder rechtzeitig zum Happy-End. (filmdienst.de)

"Geistreich-unterhaltsame, leicht frivole Lubitsch-Komödie mit ironischen Untertönen. Der Film lebt durch seine Dialoge und die weltfremde Skurrilität seiner Figuren. Lubitsch zelebriert einmal mehr die von ihm hochentwickelte Kunst der Andeutung." (filmdienst.de)

Adams Acht

Preview am Sonntag, dem 6. September um 15:00 Uhr in Saal 1 ... ab 17. September täglich in Saal 1!

DE/SL 2026

Regie: Hannu Salonen

Besetzung: Oliver Masucci, Felix Kammerer, Svenja Jung, Leonard Kunz, Axel Milberg, Heino Ferch, Katrin Röver, Stephanie Amarell, Nick Romeo Reimann u.a.

124 Min. FSK 6

Ratzeburg, Ende der 50er Jahre. Eine Kleinstadt an der Grenze zur DDR – und der letzte Ort, von dem irgend jemand eine sportliche Revolution erwartet. Hier unterrichtet Karl Adam Mathematik, Physik und Sport und trifft auf eine vaterlose Generation junger Männer, Außenseiter, Einzelkämpfer, die nicht wissen, wohin mit ihrer Wut. Doch Adam sieht etwas in diesen Männern, das sonst niemand sieht. Er setzt sie in einen Ruder-Achter und gibt ihnen mehr als ein Ventil – er gibt ihnen eine Perspektive. Adams unkonventionelle Methoden führen zu ersten Erfolgen, doch die Funktionäre des elitären deutschen Rudersports belächeln und sabotieren ihn. Einer der Ruderer, Hans Lenk, kämpft darüber hinaus gegen eine Grenze, die immer unüberwindbarer wird. Seine große Liebe Ulla lebt nur wenige Kilometer entfernt, auf der anderen Seite des Ratzeburger Sees. In der DDR.

Während der Kalte Krieg seine Schatten über das Land wirft, ringt Adams Team nicht nur mit der körperlichen Erschöpfung, sondern auch mit alten Schuldfragen, ideologischen Gräben und dem Gestern, das sich nicht einfach abschütteln lässt. Doch mit unbeirrbarer Entschlossenheit und visionären Methoden formt Adam aus den Underdogs etwas, das größer ist als die Summe seiner Teile. Und schließlich steht bei den Olympischen Spielen ein Team am Start, an das niemand geglaubt hat – bereit, Geschichte zu schreiben…

ADAMS ACHT erzählt eine bewegende Geschichte von Mut, Zusammenhalt und dem Kampf gegen Grenzen – und wie eine Gruppe Außenseiter bei den Olympischen Spielen 1960 für eine sportliche Sensation sorgte. Ein mitreißendes Underdog Drama und ein Stück großes Erzählkino. (Verleih)

KitKatClub - Kinks Of Berlin

... ab 10. September täglich in Saal 2! Am sinnlichen Sommersamstag (12.9.) um 20:30 Uhr mit einem Aperitif aufs Haus!

DE 2026

Dokumentation

Regie: Philipp Fussenegger, Cordula Kablitz-Post

101 Min. FSK 18

Im Kinodokumentarfilm KITKATCLUB – KINKS OF BERLIN tauchen wir ein in die geheimnisvolle Welt eines der ikonischsten Clubs weltweit – und begleiten ganz unterschiedliche Menschen durch ihre Berliner Nächte.

Wir erleben Tim alias Raven Van Krueger, wie er als Drag-Künstler durchstarten will. Elisa entdeckt mit ihren Freunden eine neue Sexualität, ein BDSM-Pärchen liebt öffentlich, ein Dog-Play-Duo lebt Stabilität und Exzess. David versucht, sich aus der Sucht zurückzukämpfen, und Clubgründer Simon scheint wie aus der Zeit gefallen – so wie viele, die einst das Fundament des legendären KitKatClubs legten.

Performances, Kämpfe um Konsens, zarte Gespräche mit Vätern, Begegnungen zwischen Körpern und Seelen. KITKATCLUB – KINKS OF BERLIN ist eine cineastische Erfahrung über Freiheit, Nähe, Identität, Sex und das Verlernen von Scham – ungeschönt und poetisch zugleich. (Verleih)

Frühstück bei Audrey

... ab 10. September täglich in Saal 1! Und natürlich auch am SINNLICHEN SOMMERSAMSTAG!

(La Poupée)

FR 2025

Regie: Sophie Beaulieu

Mit: Vincent Macaigne, Zoé Marchal, Cécile de France u.a.

80 Min. FSK 12

Seit Rémi von seiner großen Liebe aus Schulzeiten verlassen wurde, versinkt der kauzige Kunstrasenverkäufer in einsamer Zweisamkeit. Die Liebeslücke füllt er nämlich seither mit Sexpuppen, die bei mediokren Mikrowellenmahlzeiten keine Miene verziehen und keinerlei Ansprüche stellen – weder im Bett noch in Gefühlsfragen. Nur das Kennenlernen von Freunden und Familie gestaltet sich schwierig – die wissen nämlich nichts von der wahren Konsistenz seiner besseren Hälfte. Das Problem scheint gelöst als Audrey, die aktuelle Partnerin aus Plastik, plötzlich zum Leben erwacht. Während Audrey nun wortwörtlich am eigenen Leib erfährt, was es heißt, Frau zu sein, wittert Rémi seine Chance auf neues Glück – nicht nur in der Form männlicher Neidbekundungen, sondern in Audrey selbst … (Verleih)

Nur ein kleines Bisschen Glück

... ab 10. September täglich in Saal 2!

(La bonne étoile)

FR 2025

Regie: Pascal Elbé

Mit: Benoît Poelvoorde, Pascal Elbé, Audrey Lamy u.v.a.

104 Min. FSK 12

Frankreich, 1940. Während das Land im Chaos des Krieges versinkt, hat Jean Chevalin (Benoît Poelvoorde) ganz eigene Probleme: Sein Leben läuft einfach… miserabel. Ein Tag als Soldat der französischen Armee reicht ihm, um festzustellen, dass er für den Kriegsdienst absolut ungeeignet ist. Also desertiert er kurzerhand, um wieder zu dem zurückzukehren, was er am besten kann: sich durchs Leben zu mogeln und dabei stets vom Pech verfolgt zu werden. Doch weil er glaubt, wirklich jeder habe mehr Glück als er, fasst Jean einen Plan, der so absurd ist, dass er fast schon genial wirkt: Er gibt sich als Jude aus, um mit seiner Familie Hilfe zu bekommen und heimlich in die „Freie Zone“ – die unbesetzten Gebiete im Süden des Landes – zu gelangen. Eine hoffnungsvolle, aber reichlich naive Idee … (Verleih)

Ninotschka (1939)

... in unserer Reihe FRÜHE MEISTER DER FILMKUNST nur Sonntag, den 13. September um 20:30 Uhr in Saal 2!

(Ninotchka)
USA 1939
Liebeskomödie.
Regie: Ernst Lubitsch
Drehbuch: Charles Brackett, Billy Wilder, Walter Reisch
Produktion: Ernst Lubitsch, Sidney Franklin für MGM
Musik: Werner Richard Heymann
Kamera: William H. Daniels
Schnitt: Gene Ruggiero
Besetzung: Greta Garbo, Melvyn Douglas, Ina Claire, Felix Bressart, Sig Ruman, Alexander Granach, Bela Lugosi, Gregory Gaye, Rolfe Sedan, Edwin Maxwell, Richard Carle, Tamara Shayne, Lawrence Grant, George Tobias u.v.a.
110 Minuten, s/w, FSK 0

Deutsche Synchronfassung!

Drei russische Funktionäre werden 1939 nach Paris geschickt, um die konfiszierten Kronjuwelen einer geflohenen Großherzogin zu verkaufen. Doch die Verlockungen der Weltstadt sind mannigfaltig und lassen sie vom Kurs abkommen. Die linientreue Kommissarin Ninotschka soll die Verräter stellen und das Geschäft im Sinne ihrer Partei vollziehen. Da lernt sie den charmanten Grafen Léon kennen…

Das Studio bewarb Greta Garbos erste Komödie mit dem Slogan „Garbo laughs!“ (Garbo lacht!), womit das Studio die Werbekampagne für ‚Anna Christie’, Garbos ersten Tonfilm („Garbo talks!“), parodierte.

Da die Sowjetunion zur Stalinzeit in „Ninotschka“ als steif und trostlos kritisiert wurde, erhielt der Film ein Aufführungsverbot in der Sowjetunion. In Deutschland erlebte der Film erst 1948 seine Kinopremiere, allerdings nur in den westlichen Zonen.

1954 wurde eine Musicalfassung des Bühnenstücks ‚Ninotschka’ am Broadway unter dem Titel ‚Silk Stockings’ uraufgeführt. Die Musik stammt von Cole Porter und die weibliche Hauptrolle spielte Hildegard Knef.

4 Oscar-Nominierungen 1940. Greta Garbo wurde 1940 für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert.

„Stalin würde ihn nicht mögen. Molotoff würde wohl seine Beauftragten von Metro-Goldwyn-Mayer abziehen. Wir sagen einfach, dass Garbos Ninotschka eine der spritzigsten Komödien des Jahres ist, eine freche, impertinente und boshafte Geschichte, deren Pointen keine Grenzen kennen (egal, wie weit sie unter die Gürtellinie gehen), und die die erste dramatische Schauspielerin vorstellt, die eine Komödienrolle mit dem Ausdruck von Buster Keaton spielt. [...] Und nicht einmal die Rockefellers konnten erwarten, dass MGM der Garbo auf Kosten der Sowjetunion einen Lacher entlockt. [...] Aus diesem Grund ist der Stoff so ausschließlich für die Filmleinwand geeignet, dass kein Zeitungsartikel weder ihm noch Miss Garbo's wunderbarer Premiere als Komikerin auch nur ansatzweise gerecht werden könnte. Das monotone Spiel der Garbo muss einfach sein. Wir hoffen beinahe, dass sie einmal eine Szene schlecht spielt, um uns mit Widerwillen zu erfüllen und den Verdacht zu zerstreuen, dass wir Mitglieder eines Fanclubs wären. Aber sie bleibt unfehlbar, und Garbo ist immer Herrin über die Situation und tut genau das, was Drehbuch und Regisseur von ihr verlangen. Ihre "Trink"-Szene gefällt uns nicht, aber weil wir sie nicht mögen, wissen wir, dass der Fehler beim Autor und bei Mr. Lubitsch liegt. Hier lasteten sie ihr zuviel auf.“ (Frank S. Nugent in der ‘New York Times’)

„Klassische Hollywood-Komödie mit hervorragenden Darstellern, inszeniert mit hintergründigem Witz nach einem brillant geschriebenen Drehbuch. Unter Lubitschs subtiler Regie spielte Greta Garbo ihre einzige wirklich gelungene komische Rolle.“ (Lexikon des internationalen Films)

Toni und Helene

... im Rahmen der CineAustria nur am 15. September um 20:00 Uhr in Saal 1!

(80 plus)

AT/D 2024

Regie: Gerhard Ertl, Sabine Hiebler

Mit: Christine Ostermayer, Margarethe Tiesel, Julia Koschitz u.a.

95 Min. FSK 6

Helene (Christine Ostermayer), eine einst gefeierte Theaterdiva, lebt zurückgezogen in einer Seniorenresidenz. Mit weit über 80 und der Diagnose einer unheilbaren Krankheit hat sie sich bereits einen Termin in einer Sterbeklinik organisiert. Nur mit der Anreise gibt es Probleme, denn Madame kann ihren Jaguar nicht mehr selbst fahren. Der Neffe (Manuel Rubey) verweigert jede Hilfe als Chauffeur für die letzte Reise, als konservativer Politiker muss er schließlich auf seine Karriere achten. Dafür bringt das Schicksal unerwartet Toni (Margarethe Tiesel) ins Spiel. Die patente Lebenskünstlerin muss sich nach einem Sturz vorübergehend in eben dieser Residenz erholen. Die anfängliche Abneigung der beiden unfreiwilligen Zimmernachbarinnen weicht langsam einer ziemlich besten Freundschaft und so sitzt das ungleiche Damen-Duo bald im stattlichen Oldtimer und fährt gen Schweiz... Sterben ist nichts für Feiglinge – das Leben aber auch nicht. Eine warmherzige Komödie über Freundschaft und den Mut, immer wieder neu anzufangen. (Verleih)

Kalter Hund

... ab 17. September täglich im Filmkunst 66!

DE 2026

Regie: Pauline Roenneberg

Besetzung: Corinna Harfouch, Lea Drinda, Victoria Mayer, Thomas Mraz, Karoline Eichhorn, Simon Pearce, Johanna Bittenbinder u.a.

125 Min. FSK 12

Marianne ist ziemlich überrascht, als sie Herrmann am Morgen seines 100. Geburtstags tot in seinem Bett findet. Ihr Gatte hat sich der opulenten Feier mit Verwandtschaft und Lokalpresse gekonnt durch eine Überdosis Tabletten – eigentlich für den Familienmops Berlusconi angedacht – entzogen. Eine Unverschämtheit, die Marianne nicht an die große Glocke hängen will. Und so sieht sich die Familie gezwungen, ein absurdes Schmierentheater zu veranstalten, um das Bild der anerkannten Vorzeige-Familie vor den geladenen Gästen aufrechtzuerhalten. Während die Leiche des Patriarchen noch durchs Haus manövriert wird, entbrennt bereits ein erbitterter Streit um das Erbe. Doch das Testament ist verschwunden und zwischen gierigen Erben, verdrängten Wahrheiten und einer Familienaufstellung mit einem exzentrischen Schamanen kommen dunkle Geheimnisse ans Licht. (Verleih)

Gentle Monster

Preview im Rahmen der CineAustria am Mittwoch (16.9.) um 20:00 Uhr in Saal 1! ... ab 17. September täglich in Saal 2!

AU/FR/DE 2026

Regie: Marie Kreutzer

Mit: Léa Seydoux, Jella Haase, Laurence Rupp, Catherine Deneuve, Sylvester Groth u.a.

114 Min. FSK 16

Die Konzertpianistin Lucy (Léa Seydoux) zieht mit ihrem Mann Philip (Laurence Rupp) und dem gemeinsamen Sohn aufs Land, wo sich der Filmemacher langsam von einem Burnout erholt. Eines Tages steht die Polizei für eine Hausdurchsuchung vor der Tür. Der Vorwurf, den Sonderermittlerin Elsa (Jella Haase) gegen Philip erhebt, wiegt schwer und stellt Lucys Welt auf den Kopf. Wer ist der Mann, den sie liebt, wirklich? Eine Geschichte über Lucy und Elsa, über Vertrauen und Täuschung, über Liebe und die Ehrlichkeit zu sich selbst. (Verleih)

The Booksellers – Aus Liebe zum Buch

... nur am 17. September um 17:00 Uhr in Saal 1!

Die Filmvorführung erfolgt in Kooperation mit der Rare Books Berlin - Internationale Messe für Bücher & Graphik (18.-20. September 2026, Kronprinzenpalais - Unter den Linden 3) und der Pirckheimer-Gesellschaft für Sammler. Ein Podiumsgespräch mit Protagonisten des Films folgt im Anschluss. 

(The Booksellers)

Dokumentation

USA 2019

Regie: D.W. Young

99 Min. FSK 0

THE BOOKSELLERS ist ein lebendiger Blick hinter die Kulissen der New Yorker Welt der seltenen Bücher und jener faszinierenden Menschen, die sie bewohnen. Der Dokumentarfilm ist eine liebevolle Hommage an die Buchkultur und eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Zukunft des Buches.

Der Film unternimmt eine Reise in eine kleine, faszinierende Welt voller träumender, exzentrischer, intellektueller und besessener Bibliophilen, die niemals aufgeben bei der unerbittlichen Suche nach dem nächsten großen Fund. Dabei zeigen sich Buchhändlerinnen und -händler als Gelehrte, Detektiv:innen und Geschäftsleute in einem, und ihre Persönlichkeiten und ihr Wissen sind so divers wie die Bücher, mit denen sie arbeiten. Sie spielen eine unterschätzte, aber essenzielle Rolle bei der Aufgabe des Bewahrens von kulturellem Wissen und menschlicher Geschichte.

Doch trotz aller Leidenschaft sieht der Buchmarkt sich zeitgleich mit einem stetigen Rückgang kleiner Buchhandlungen konfrontiert. Welchen Einfluss haben neue Technologien auf den Buchmarkt? Wie wichtig sind Bücher als haptische Objekte?

Die andauernde Relevanz des Buches wird aber nicht nur von enthusiastischen Büchersammler:innen verteidigt, sondern auch von einer wachsenden Community aus jungen Lesenden und Menschen, deren Liebe zum Buch ungebrochen ist. THE BOOKSELLERS lässt uns diese Liebe spüren – als Plädoyer für die Seiten, die die Welt bedeuten. (Verleih)

Rendezvous nach Ladenschluß (1940)

... in unserer Reihe FRÜHE MEISTER DER FILMKUNST nur Sonntag, den 20. September um 20:30 Uhr in Saal 2!

(The Shop Around the Corner)
USA 1940
Komödie
Regie: Ernst Lubitsch
Drehbuch: Samson Raphaelson, Ben Hecht
Produktion: Ernst Lubitsch
Musik: Werner Richard Heymann
Kamera: William H. Daniels
Schnitt: Gene Ruggiero
Besetzung: James Stewart, Margaret Sullavan, Frank Morgan, Joseph Schildkraut, Felix Bressart, Sara Haden, William Tracy, Inez Courtney, Charles Smith, Charles Halton, Edwin Maxwell u.a.
99 Minuten, s/w, FSK 0

Deutsche Synchronfassung.

Zwei Menschen, die in einem anonymen Briefwechsel miteinander stehen, werden, ohne es zu wissen, in einem kleinen Galanterie- und Lederwarengeschäft Kollegin und Kollege. Nach einem hintergründig-turbulenten Versteckspiel mündet die im Budapest der 30er Jahre angesiedelte Geschichte in einen märchenhaft-romantischen Schluß. (filmdienst.de) 

Lubitsch wollte unbedingt James Stewart und Margaret Sullavan für die Hauptrollen. Da sie zuerst nicht verfügbar waren, wartete er und drehte in der Zwischenzeit "Ninotschka". "Rendezvous nach Ladenschluss" wurde fast direkt im Anschluss und in nur 28 Tagen gedreht.

"Glänzend inszenierte Komödie mit wunderbaren Darstellern. Im Gegensatz zu Lubitschs frechen Salonkomödien spielt diese liebenswerte Kleine-Leute-Geschichte vor einem relativ realistischen Hintergrund." (filmdienst.de)

Umberto Eco - Eine Bibliothek der Welt

... nur am 18. September um 17:00 Uhr in Saal 1!

Die Filmvorführung erfolgt in Kooperation mit der Rare Books Berlin - Internationale Messe für Bücher & Graphik (18.-20. September 2026, Kronprinzenpalais - Unter den Linden 3) und der Pirckheimer-Gesellschaft für Sammler. Ein Podiumsgespräch folgt im Anschluss. 

(Umberto Eco - La biblioteca del mondo)

IT 2023

Dokumentation

Regie: Davide Ferrario

80 Min. FSK 0

Die Privatbibliothek von Umberto Eco öffnet ein Fenster zu einem magischen Kosmos – meterhohe Regale, gefüllt mit über 30.000 zeitgenössischen sowie 1.500 antiken und seltenen Büchern. Nach dem Tod Ecos gewährte seine Familie dem Regisseur Davide Ferrario, der zuvor mit Eco auf der Kunstbiennale zusammengearbeitet hatte, exklusiven Zugang zu diesem literarischen Schatz. Ursprünglich sollte der Film lediglich die Bibliothek vor ihrer Übergabe an den italienischen Staat und dem damit verbundenen Umzug dokumentieren. Doch daraus entwickelte sich weit mehr.

Der Film taucht ein in die inspirierenden Gedankenwelten des renommierten Philosophen und Schriftstellers sowie seiner Weggefährten. Dabei entfaltet sich nicht nur ein faszinierendes Porträt von Umberto Ecos Gedächtnis, sondern auch ein tiefer Einblick in das kollektive Gedächtnis der Welt. Diese Dokumentation verwebt auf einzigartige Weise die Geschichte der Bibliothek mit den philosophischen Reflexionen Ecos und schafft so ein beeindruckendes Zeugnis über die Kraft von Literatur, Erinnerung und dem Erbe der Menschheit.

„Wer nicht liest, wird mit 70 Jahren nur ein einziges Leben gelebt haben: Sein eigenes. Wer liest, wird 5000 Jahre gelebt haben: Er war dabei, als Kain Abel tötete, als Renzo Lucia heiratete, als Leopardi die Unendlichkeit bewunderte. Denn Lesen ist eine Unsterblichkeit nach hinten.“ (Verleih)

Emil und die Detektive

... ab 24. September täglich in unserem Jugendprogramm!

DE 2026

Regie: David Dietl

Mit: Nicholas Jonah Peter, Merlin Sandmeyer, Lara Toni Lüdders u.v.a.

Emil soll die Sommerferien bei seiner Oma in Berlin verbringen. Doch schon im Zug dorthin wird er von dem skrupellosen Betrüger Max Grundeis ausgeraubt – und ein wildes Abenteuer beginnt! Gemeinsam mit einer Bande cleverer Kinder nimmt Emil die Verfolgung auf und stürzt sich in eine rasante Detektivjagd quer durch Berlin – voller Witz, Mut und echter Freundschaft. (Verleih)

Sein oder Nichtsein (1942)

... in unserer Reihe FRÜHE MEISTER DER FILMKUNST nur Sonntag, den 27. September um 20:30 Uhr in Saal 2!

(To Be or Not to Be)
USA 1942
Filmsatire.
Regie: Ernst Lubitsch
Drehbuch: Edwin Justus Mayer
Produktion: Ernst Lubitsch, Alexander Korda
Musik: Werner Richard Heymann
Kamera: Rudolph Maté
Schnitt: Dorothy Spencer
Besetzung: Carole Lombard, Jack Benny, Robert Stack, Felix Bressart, Lionel Atwill, Stanley Ridges, Sig Ruman, Tom Dugan, Charles Halton, George Lynn, Henry Victor, Maude Eburne, Halliwell Hobbes, Miles Mander u.v.a.
93 Minuten, s/w, FSK 12

Deutsche Synchronfassung.

1939 wird Warschau von den deutschen Truppen besetzt. Eine Gruppe renommierter Shakespeare-Darsteller, zu dem das Ehepaar Josef und Anna Tura gehört (Jack Benny und Carole Lombard), engagiert sich im Widerstand, fällt aber einem Nazi-Spion auf. Als den Darstellern Verhaftung droht, entwickeln sie einen mutigen Plan, um der deutschen Gestapo zu entgehen...

„Ich hatte die zwei etablierten und anerkannten Rezepte satt: Drama mit entlastender komödiantischer Einlage und Komödie mit dramatischen Elementen. Ich wollte niemanden zu keinem Zeitpunkt von nichts entlasten: Es sollte dramatisch sein, wenn es die Situation verlangt, und Satire und Komödie dort geben, wo sie angebracht sind. Man könnte den Film eine tragische Farce oder eine farcenhafte Tragödie nennen – mir ist das egal und dem Publikum auch.“ (Ernst Lubitsch in der New York Times vom 29. März 1942)

Der Film erhielt eine Oscar-Nominierung für die Filmmusik von Werner R. Heymann.

„Aus diesem Stoff, der halb Hahnrei-Farce, halb Widerstandsdrama ist und halb (falls es eine dritte Hälfte gäbe) Theaterklamotte, hat der europäische Emigrant die perfekteste[sic!] Hollywood-Komödie überhaupt geschaffen, eine Mischung aus Frivolität und Moral, aus politischem Witz und Dekadenz. Einen Film, der alle seine Situationen so oft umkehrt und spiegelt, bis das Unterste zuoberst ist; einen Film, der mit einem falschen Hitler den echten so treffend einfing, wie der nie sein konnte - vielleicht von Chaplins Großem Diktator abgesehen.“ (Hellmuth Karasek in Der Spiegel, 1984)

„Der Meister der intelligenten Komödie zeigt auch hier seine typische Handschrift.“ (Berliner Zeitung)

„Der Komik mit Grauen stilvoll verquickende Film ist eine immer noch nützliche Abrechnung mit dem Führerkult und seinen Begleiterscheinungen. Einer der besten Filme von Ernst Lubitsch, der als ätzende Satire die Schergen des Nationalsozialismus als Schmierendarsteller beschreibt und die Schauspielertruppe als tragikomische Helden ehrt.“  (Lexikon des internationalen Films)

Bruno - Der junge Kreisky

Sonderveranstaltung mit anschließendem Gespräch am 1. Oktober um 20:00 Uhr in Saal 1! Ab 2. Oktober täglich in Saal 2!

AT/DE 2026

Regie: Harald Sicheritz

Mit: Nils Arztmann, Maya Unger, Soi Schüssler u.v.a.

116 Min. FSK 12Wien in den späten 1920er Jahren: Als Schüler aus reichem, jüdischem Elternhaus wird Bruno Kreisky von der sozialistischen Arbeiterjugend nur widerwillig aufgenommen. Als die politischen Spannungen im Land eskalieren, riskieren Bruno und seine jungen Mitkämpfer:innen alles. Zusammen organisieren sie verbotene Treffen, verteilen Widerstandsaufrufe und lehnen sich gegen das faschistische Regime auf. Dabei setzen sie nicht nur ihre Freiheit, sondern auch ihr Leben aufs Spiel. Unerschütterlich verteidigt Bruno seine Ideale und geht entschlossen seinen Weg – vom jugendlichen Rebellen zum sozialdemokratischen Weltpolitiker. * Der Film erzählt von Bruno Kreiskys frühen Jahren zwischen bürgerlicher Herkunft und politischem Aufbruch und zeichnet mit einer prominenten Besetzung ein vielschichtiges Porträt eines jungen Mannes, der sich mutig dem wachsenden Faschismus entgegenstellt. (Verleih)

Corpus Delicti

... ab 1. Oktober täglich in Saal 1!

D 2026

Regie: Lena Stahl

Mit: Hannah Herzsprung, Damian Hardung, Alexander Fehling, Haley Louise Jones, Christian Friedel u.a.

103 Min. FSK N.N.

In einer nahen Zukunft repräsentiert die „Methode“ eine Gesellschaft, die Gesundheit und maximale Sicherheit für alle verspricht. Das Leben der Wissenschaftlerin Mia Holl (Hannah Herzsprung) ändert sich schlagartig, als ihr Bruder Moritz (Damian Hardung) des Mordes beschuldigt wird. Die Beweise sind erdrückend – und doch ist Mia von seiner Unschuld überzeugt. Ein Widerspruch, der sie zum Handeln zwingt – gegen ein System, das keinen Zweifel zulässt. Doch wem kann sie noch trauen? Ihrer Kollegin Christiane (Haley Louise Jones), dem Anwalt ihres Bruders (Christian Friedel) oder dem charismatischen Journalisten Kramer (Alexander Fehling)? Ihr Kampf um Wahrheit und Gerechtigkeit macht sie selbst zur Gejagten. (Verleih)

Frau Winkler verlässt das Haus

... ab 1. Oktober täglich in Saal 2!

DE 2026

Regie: Doris Dörrie

Mit: Angela Winkler, Laura Tonke, Zoë Baier u.a.

108 Min. FSK

Im Jahr 2030 ist der ehemaligen Schauspielerin Frau Winkler (Angela Winkler) nichts mehr geblieben als ihre Tochter Emi (Laura Tonke) und Enkelin Billie (Zoë Baier). Ihr geliebter Ehemann und Bühnenpartner ist viel zu früh verstorben; aus ihrer Trauer hat Frau Winkler nie ganz herausgefunden und sich immer ganz auf Emi verlassen. Als diese, ebenfalls Schauspielerin, ein Theaterengagement annimmt und endlich ihr eigenes Leben in die Hand nehmen will, ist ihre Mutter nach einem Unfall plötzlich auf intensive Hilfe angewiesen, und es muss schnell eine Lösung her: ein Pflegeroboter, den die Krankenkasse stellt. Frau Winkler fühlt sich gedemütigt und wehrt sich vehement gegen die maschinelle Zuwendung. Doch dann entwickelt sich eine unerwartete Freundschaft zwischen der 80-Jährigen und dem äußerst „belesenen“ Roboter, den sie Pawlowitsch nennt und der zu ihrer Verzückung wunderbar Tschechow rezitieren kann. Aber Pawlowitsch ist nicht nur eine interessante neue Gesellschaft für Frau Winkler, er übermittelt auch ihre sich stetig verschlechternden Vitalwerte an ein auf Effizienz bedachtes Gesundheitssystem. Pawlowitsch verspricht, ihr beizustehen, aber kann eine künstliche Intelligenz einem Menschen ein Versprechen geben, das auch zu halten ist?

Eine bittersüße, zutiefst berührende Tragikomödie über Fürsorge, Verlust, und menschliche Widerstandskraft in einer zunehmend technisierten Welt: Einmal mehr widmet sich Regisseurin und Drehbuchautorin Doris Dörrie brennenden Themen unserer Gegenwart und knüpft damit an die emotionale Tiefe ihrer Meisterwerke wie KIRSCHBLÜTEN – HANAMI und GRÜSSE AUS FUKUSHIMA an. (Verleih)

Die 12 Geschworenen (1957)

... in unserer Reihe FRÜHE MEISTER DER FILMKUNST nur Sonntag, den 4. Oktober um 20:30 Uhr in Saal 2!

(Twelve Angry Men)
USA 1957
Gerichtsfilm.
Regie: Sidney Lumet
Drehbuch: Reginald Rose
Produktion: Henry Fonda, Reginald Rose
Musik: Kenyon Hopkins
Kamera: Boris Kaufman
Schnitt: Carl Lerner
Besetzung: Henry Fonda, Martin Balsam, Lee J. Cobb, E. G. Marshall, Jack Klugman, Jack Warden, Robert Webber, Joseph Sweeney, Ed Begley, George Voskovec u.a.
96 Minuten, s/w, FSK 12

Deutsche Synchronfassung

Die Verurteilung eines 18jährigen Puerto-Ricaners wegen Mordes erfordert ein einstimmiges Urteil seitens der zwölf Geschworenen. Wegen zweier eindeutiger Zeugenaussagen scheint es keine Zweifel an dessen Schuld zu geben, doch der Geschworene Nr. 8 (Henry Fonda) ist sich nicht ganz sicher. Immerhin droht dem Angeklagten der elektrische Stuhl…

Spielfilmdebüt von Sidney Lumet nach seinem gleichnamigen Fernsehspiel.

Aufgrund intensiver Proben über zwei volle Wochen konnte der Film in nur 21 Tagen abgedreht werden.

Drei Nominierungen 1958 für den Oscar als „Bester Film“, die „Beste Regie“ und das „Beste adaptierte Drehbuch“. * British Film Academy Award 1958 für Henry Fonda als bester ausländischer Darsteller.  * Goldener Bär der Berlinale 1957 für den besten Film.

„Sidney Lumets Erstlingsfilm verleiht dem Geschehen durch die Begrenzung des Ortes und der Personen eine große Dichte und Spannung. Die Wahrheitsfindung entsteht aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher Menschentypen, Ideologien und Interessen - ein Modellfall "demokratischer" Aufklärungsarbeit. Hervorragend besetzt, gespielt und fotografiert.“ (Lexikon des Internationalen Films)

Eine Krankheit wie ein Gedicht

... ab 8. Oktober in Einzelvorstellungen in Saal 2!

Dokumentation

D 2024

Regie: Jelena Ilic

88 Min. FSK 12

Drogeninduzierte, chronifizierte, schizo-affektive Psychose des manischen Formenkreises, Typ polytox, kein morphin Typ – das ist die Diagnose meines Vaters. Übersetzt bedeutet das, dass er immer wieder denselben Kreislauf durchlebt: er verfällt in drogen-induzierte Psychosen, wird in Psychiatrien ausgenüchtert und versinkt danach in depressiver Scham. Während dieser Psychosen ist er unberechenbar und lebt seine Gewalt offen aus, gegen die Menschen in seinem Umfeld.

Für mich ist er jedoch nicht nur ein Täter, dessen Taten ich zutiefst verurteile, sondern auch ein Mensch, den ich liebe und ein Künstler, den ich bewundere. Seine Psychosen und Innenwelten hat er in Fotografien, Malereien und Skulpturen verewigt und dokumentiert. Auch unsere Beziehung wird in Kunst festgehalten, in einem gemeinsamen Comicbuch, dessen Seiten wir abwechselnd mit Zeichnungen füllen. Er kämpft gegen sich selbst, seine Krankheit und gegen das System. Und ich an seiner Seite.

Der mehrfache Publikumspreisgewinner EINE KRANKHEIT WIE EIN GEDICHT von Jelena Ilić ist ein vor kreativen Einfällen sprudelnder Film voller Wärme und Humor über umgekehrte Eltern-Kind-Rollen, die Poesie im Chaos und das Durchdringen einer Krankheit. (Verleih)

Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte

... ab 15. Oktober täglich in Saal 1!

DE 2026

Regie: Volker Schlöndorff

Mit: Lars Eidinger, Martina Gedeck, Susanne Wolff u.v.a.

118 Min. FSK

Ein eindrückliches Panorama des letzten Jahrhunderts deutscher Geschichte in einem Haus an einem märkischen See: Schauplatz für Geschichten und Lebenswege der wechselnden Besitzer und ihrer Schicksale, die miteinander verwoben und von monumentalen historischen Ereignissen geprägt sind. Die Bewohner erleben die Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Krieg und dessen Ende, die DDR und die Wendezeit, während sie auf der Suche nach Heimat und einem Ort der Zugehörigkeit sind. (Verleih)

Barbara Buser - Pionierin der Nachhaltigkeit

... ab 29. Oktober in Einzelvorstellungen in Saal 2!

Dokumentation

Regie: Gabriele Schärer

Mit: Barbara Buser u.a.

123 Min FSK 0

Die preisgekrönte Basler Architektin Barbara Buser rettet Gebäude vor dem Abriss und baut diese mit wiederverwendetem Material um. Sie verwandelt ehemalige Industrieareale zu urbanen Lebensräumen, die für einen sorgfältigen Umgang mit unserer Umwelt und dem Miteinander stehen. Als Frau, die in einer Männerdomäne erfolgreich ihren eigenen Weg geht, ist Barbara Buser Vorbild für die junge Generation, die für eine nachhaltigere, gerechtere Welt kämpft. Ausgezeichnet mit allen wichtigen Architekturpreisen, ist die Visionärin gefragt bei allen Forschungszentren der Universitäten und Technischen Hochschulen in der Schweiz und weltweit.

Barbara Buser ist die Pionierin der Nachhaltigkeit und beeindruckt durch ihre Weitsicht, ihren Durchsetzungswillen und ihre unbändige Schaffenskraft. Sie hat Areale, öffentliche Räume, Häuser und Plätze in Winterthur, Basel und Zürich – um nur einige wenige Orte zu nennen – nachhaltig zu lebendigen und zukunftsweisenden Begegnungsorten umgestaltet. Auch in Deutschland hat sie unzählige Projekte inspiriert und beraten.

BARBARA BUSER – PIONIERIN DER NACHHALTIGKEIT – ein Film, der Erstaunliches vermittelt, inspiriert und zum Nachdenken anregt – all das mit viel Schwung, Humor und Leichtigkeit. (Verleih)