Lolita (1962)

... nur am 18. Januar um 20:30 Uhr in Saal 2! Mit 1 Euro Überlängenzuschlag!

(Lolita)
USA/GB 1962
Literaturverfilmung.
Regie: Stanley Kubrick
Drehbuch: Vladimir Nabokov (nach seinem Roman)
Produktion: James B. Harris
Musik: Nelson Riddle
Kamera: Oswald Morris
Schnitt: Anthony Harvey
Besetzung: James Mason, Sue Lyon, Shelley Winters, Peter Sellers, Marianne Stone u.v.a.
152 Minuten, s/w, FSK 12

Originalfassung mit deutschen Untertiteln!

Nachdem ein Mann, außer sich vor Zorn, in eine heruntergekommene Villa eingedrungen ist und ihren betrunkenen Besitzer wegen seines Verhaltens gegenüber "Lolita" erschossen hat, erfährt man in einer Rückblende die Vorgeschichte zur Tat. Humbert Humbert, ein alternder Literaturdozent auf Wohnungssuche, gerät an die Witwe Haze und verfällt ihrer frühreifen Tochter Dolores. Er lässt sich auf die Heirat mit der Frau ein, nur um der vergötterten Kindfrau nahe zu sein. Damit beginnt eine tragische Liebe zu einer "Nymphe", die tödliche Folgen für alle Beteiligten haben wird. (filmdienst)

Nominierung für den Goldenen Löwen der Internationalen Filmfestspiele von Venedig 1962 für Stanley Kubrick.

Oscar-Nominierung 1963 für Vladimir Nabokov in der Kategorie "Bestes adaptiertes Drehbuch"

Golden Globe 1963 in der Kategorie "Beste Nachwuchsdarstellerin" für Sue Lyon sowie Nominierungen in den Kategorien "Bester Darsteller" (James Mason), "Beste Darstellerin" (Shelley Winters), "Bester Nebendarsteller" (Peter Sellers) und "Bester Regisseur" (Stanley Kubrick).

"Kubricks mit eigenständigen Akzenten versehene tragikomische Filmbearbeitung des Nabokovschen Romans besticht durch kluge Auswahl und Führung der Darsteller und den, in ihrer permanenten Doppeldeutigkeit, glänzend entwickelten Dialogen. Die geniale Kamera- und Regiearbeit versteht selbst die realistischsten Ausstattungs- und Einrichtungsgegenstände noch für die von schwarzem Humor bestimmte Illustration eines surrealen Albtraums zu nutzen." (Lexikon des Internationalen Films)

Hamnet

... Ab 22. Januar täglich in Saal 1!

(Hamnet)

GB/US 2025

Regie: Chloé Zhao

Mit: Paul Mescal, Jessie Buckley, Emily Watson u.a.

125 Min. FSK 12

Mit HAMNET kehrt Oscar®- Preisträgerin Chloé Zhao auf die große Leinwand zurück. In der Verfilmung des gefeierten Romans von Maggie O’Farrell, die gemeinsam mit Zhao auch das Drehbuch verfasste, wird die Geschichte von William Shakespeares Familie erzählt. Aus Sicht seiner empfindsamen Frau Agnes erlebt man, wie sie sich in den großen Barden verliebt und die beiden ein gemeinsames Leben planen. Als ihr einziger Sohn Hamnet im Alter von elf Jahren durch die Pest ums Leben kommt, droht ihre große Liebe zu ersticken. Mitten in dieser furchtbaren persönlichen Tragödie beginnt Shakespeare in tiefer Verzweiflung und Trauer, „Hamlet“ zu schreiben, eines der großen Dramen der Literaturgeschichte. (Verleih)

Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben (1964)

... nur am 25. Januar um 20:30 Uhr in Saal 2!

(Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb)
GB/USA 1964
Filmsatire.
Regie: Stanley Kubrick
Drehbuch: Stanley Kubrick, Terry Southern, Peter Bryant (nach dem Roman „Bei Rot: Alarm! Der Roman des Drucktastenkriegs“ - Originaltitel: Red Alert - von Peter George)
Produktion: Stanley Kubrick
Musik: Laurie Johnson
Kamera: Gilbert Taylor
Schnitt: Anthony Harvey
Besetzung: Peter Sellers, George C. Scott, Sterling Hayden, Slim Pickens, Keenan Wynn, Peter Bull, James Earl Jones, Shane Rimmer, Tracy Reed, Jack Creley u.v.a.
93 Minuten, s/w, FSK 12

Originalfassung mit deutschen Untertiteln!

Mitten im Kalten Krieg: Der Kommandant eines amerikanischen Atomwaffenstützpunktes, US-General Jack D. Ripper (Sterling Hayden), dreht durch und schickt atomar bestückte B-52-Bomber Richtung Moskau. Der auf dem Stützpunkt anwesende britische Captain Mandrake (Peter Sellers) kann die Katastrophe nicht verhindern. Und tief unter der Erde, im War Room der amerikanischen Regierung, versucht man händeringend, die Fliegerstaffel wieder zurückzuholen, bereitet sich aber auch mit dem verrückten deutschen Wissenschaftler Dr. Seltsam für den Ernstfall einer nuklearen Katastrophe vor. Denn wie es heißt besitzen die Russen eine Weltuntergangsmaschine, die eine alles vernichtende radioaktive Wolke ausstößt, sollte dem Feind der Erstschlag gelingen. Die Apokalypse steht unmittelbar bevor...

Die in einem früheren Stadium erwogene Idee, das Geschehen als von Außerirdischen gefundene Dokumentation der Zerstörung der Welt zu präsentieren, ließ Kubrick wieder fallen.

Ken Adam zufolge bat Ronald Reagan Anfang der 1980er-Jahre bei seiner Amtseinführung als Präsident der Vereinigten Staaten darum, den War Room im Weißen Haus gezeigt zu bekommen, den er aufgrund des Films für tatsächlich existent hielt.

Oscarverleihung 1965: Nominierung in den Kategorien "Bester Film" und "Beste Regie" für Stanley Kubrick, "Bestes adaptiertes Drehbuch" für Peter George, Stanley Kubrick und Terry Southern sowie "Bester Hauptdarsteller" für Peter Sellers.

British Academy Film Awards 1965: Auszeichnung in der Kategorie "Bester Film", "Bester britischer Film", "Bestes britisches Szenenbild" (Ken Adam) sowie Nominierungen für "Bester britischer Schauspieler" (Peter Sellers), "Bestes britisches Drehbuch" (Stanley Kubrick, Peter George, Terry Southern) und "Bester ausländischer Schauspieler" (Sterling Hayden).

„Kubricks böse Atomkriegssatire zeigt die militärischen und politischen Umtriebe konsequent als Pandämonium des Irrsinns. Die groteske Stilisierung der Figuren und Schauplätze entlarvt das ‚Gleichgewicht des Schreckens‘ als labiles Konstrukt, das jederzeit durch banale Zufälle und menschliche Schwächen zum Albtraum werden kann. Einer der radikalsten, bittersten und treffsichersten Filme zum Thema.“ (Lexikon des internationalen Films)

KiFiMo: Pettersson und Findus (1999)

... nur am Freitag, dem 30. Januar um 14:30 Uhr in Saal 2!

(Pettson och Findus - katten och gubbens år)

SE 1999

Regie: Torbjörn Jansson, Albert Hanan Kaminski

75 Min. FSK 0

Es ist Silvester und der alte Pettersson und Kater Findus beschließen den letzten Tag des Jahres auf dem zugefrorenen See zu verbringen. Pettersson probiert seine neueste Erfindung, den „Eis-Segler“, aus, während Findus, der „Raketen-Kater“, mit Schlittschuhen über das Eis flitzt. Als Findus entdeckt, dass die Fische im gefrorenen See eingeschlossen sind, hat Pettersson eine tolle Idee: Wenn sie das Eis in handliche Blöcke schneiden und nach Hause transportieren, können sie sich damit einen stattlichen Vorrat an Fisch anlegen.

Gerade als sie sich mit ihrem vollbepackten Schlitten auf den Heimweg machen wollen, brauen sich am Himmel riesige Sturmwolken zusammen. Es beginnt zu schneien. Die Dunkelheit bricht herein und beide verlieren die Orientierung. Zum Glück haben der erfindungsreiche Pettersson und sein neugieriger Kater die Eisblöcke dabei und können sich daraus ein schützendes Iglu bauen.

Um wach zu bleiben, erzählen sich die Freunde gegenseitig noch einmal die vielen Abenteuer des letzten Jahres. Zum Beispiel die von Findus’ Geburtstag, an dem er um Haaresbreite seine Pfannkuchen-Torte nicht bekommen hätte. Oder die, als sie versuchten, dem Fuchs mit einer mit Pfeffer gefüllten Hühnerattrappe eine Lektion zu erteilen und stattdessen den Nachbarshund erschreckten. Die beiden Freunde halten sich mit vielen weiteren Erinnerungen wach, doch auch die schönsten Geschichten helfen bald nicht mehr gegen den Hunger und die Kälte.

Gerade noch rechtzeitig werden sie von ihrem Nachbar Gustavsson gefunden. Wenig später sitzen alle gemütlich in der warmen Stube und Findus darf endlich seine Raketen zünden, denn „Es ist niemals zu spät, das neue Jahr zu feiern!“.  (Jugendkulturservice)

Nora Inu - Ein streunender Hund (1949)

... nur am 1. Februar um 12:00 Uhr in Saal 2!

(Nora Inu)
JA 1949
Kriminalfilm.
Regie: Akira Kurosawa
Drehbuch: Ryuzo Kikushima, Akira Kurosawa
Produktion: Sojiro Motoki
Musik: Fumio Hayasaka
Kamera: Asakazu Nakai
Schnitt: Toshio Goto, Yoshi Sugihara
Besetzung: Toshirō Mifune, Takashi Shimura, Keiko Awaji, Eiko Miyosi, Isao Kimura, Gen Shimizu, Reisaburo Yamamoto u.a.
122 Minuten, s/w, FSK 16

Japanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln!

Einem jungen Polizeiinspektor wird im Bus die Dienstwaffe gestohlen. Beschämt und aus Angst, seine Stelle zu verlieren, macht er sich auf eine tagelange Suche nach dem Dieb, der mit der Waffe zwei Raubüberfälle begeht und eine Frau tötet. Als der Polizist den Verbrecher endlich fassen kann, muss er feststellen, dass sie beide in einer ähnlichen Lage stecken: vereinzelt, am Rande der Gesellschaft. (filmdienst.de)
„Vorzüglich inszenierter und gespielter existenzialistischer Kriminalfilm mit einer Fülle realistischer Beobachtungen des Großstadtlebens; zugleich eine präzise psychologische Studie über die Zweideutigkeit des menschlichen Handelns und die Ambivalenz von Identitäten.“ (Lexikon des internationalen Films)

Architektur des Glücks

Berlin-Premiere mit Regiebesuch Mittwoch, 4. Februar um 18:15 Uhr in Saal 2!

D/CH 2025

Dokumentation

Regie: Michele Cirigliano, Anton von Bredow

83 Min. FSK 0

Campione d’Italia liegt, umrahmt vom schweizerischen Tessin, am Luganer See. Seit fast hundert Jahren lebte die Exklave ausschließlich von diesem Casino, sowohl wirtschaftlich als auch im Selbstverständnis seiner Einwohner. Es war Arbeitgeber für wirklich jede Familie, und es war Glamour und Weltläufigkeit, Autorennen, Sophia Loren, Frederico Fellini. Die Pelzmäntel, die Karossen! Ihr Abglanz vergoldete alle.

Doch dann meldet das Casino im Jahr 2018 über Nacht Konkurs an. Pleite ist seitdem auch die Gemeinde und arbeitslos sind ihre Bewohner und Bewohnerinnen. Tristesse liegt über den Gassen und Promenaden; über alledem brütet das Casino als ein sinnlos gewordener Koloss.Der Film unternimmt eine Feldforschung in diesem einzigartigen Mikrokosmos und findet eine unheilvolle Mischung aus Sorglosigkeit, Selbstvergessenheit und Realitätsverlust: eine Parabel auf unser aller Beharrlichkeit im Angesicht der Krise. (Verleih)

Ungeduld des Herzens

Premiere mit Gästen am Mittwoch, dem 28. Januar um 20:00 Uhr! Ab 5.2. täglich in Saal 2!

D 2025

Regie: Lauro Cress

Mit: Ladina von Frisching, Giulio Brizzi, Tim Lanzinger u.a.

104 Min. FSK

Frei nach dem Roman von Stefan Zweig.

Was als Geste des Mitgefühls beginnt, wird zur gefährlichen Versuchung, sich als Retter zu fühlen. In Ungeduld des Herzens verlegt Regisseur Lauro Cress Stefan Zweigs zeitlose Geschichte von Mitleid und moralischer Überforderung in die Gegenwart – ein intensives Psychodrama über die Sehnsucht nach Nähe, die Grenzen von Empathie und die Unmöglichkeit, für andere zu leben. Ausgezeichnet beim Max Ophüls Preis 2025 (Bester Spielfilm, Bester Schauspielnachwuchs), ist der Film ein herausragendes Beispiel für das neue deutsche Autorenkino – kraftvoll, berührend und von großer emotionaler Klarheit.

Ein Bowlingabend, ein Missverständnis – und ein Moment, der zwei Leben verändert. Der junge Bundeswehrsoldat Isaac will der Schwester imponieren, als er die mürrische Edith zum Spielen auffordert. Erst als sie schlaff zu Boden sinkt, erkennt er den Rollstuhl an der Seite. Von Scham getrieben sucht Isaac die Nähe der Frau, die er verletzt hat. Zwischen den beiden entsteht eine ungewöhnliche Beziehung – voller Mitgefühl, Hoffnung und wachsender Abhängigkeit. Doch je stärker Isaac versucht, Edith „zu heilen“, desto tiefer verstricken sich beide in ein Geflecht aus Schuld, Selbsttäuschung und Sehnsucht.

Mit eindrucksvollen Bildern und großer emotionaler Präzision erzählt Ungeduld des Herzens von der gefährlichen Grenze zwischen Liebe und Mitleid – und davon, wie leicht Hilfe zur Bevormundung werden kann. (Verleih)

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

... ab 5. Februar täglich in Saal 1!

D 2025

Regie: Simon Verhoeven

Mit: Bruno Alexander, Senta Berger, Michael Wittenborn u.v.a.

137 Min. FSK 6

Mit 20 wird Joachim unerwartet an der renommierten Schauspielschule in München angenommen und zieht in die Villa zu seinen Großeltern, Inge und Hermann. Zwischen den skurrilen Herausforderungen der Schauspielschule und den exzentrischen, meist alkoholgetränkten Ritualen seiner Großeltern versucht Joachim seinen Platz in der Welt zu finden – ohne zu wissen, welche Rolle er darin eigentlich spielt. (Verleih)

Rashomon - Das Lustwäldchen (1950)

... nur am 8. Februar um 12:00 Uhr in Saal 2!

(Rashomon)
JA 1950
Spielfilm.
Regie: Akira Kurosawa
Drehbuch: Shinobu Hashimoto, Akira Kurosawa
Musik: Fumio Hayasaka
Kamera: Kazuo Miyagawa
Schnitt: Akira Kurosawa
Besetzung: Toshirō Mifune, Machiko Kyō, Masayuki Mori, Takashi Shimura, Minoru Chiaki, Kichijiro Ueda, Noriko Honma, Daisuke Katō
88 Minuten, s/w, FSK 16

Japanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln!

Drei Menschen suchen vor einem Wolkenbruch in einer Tempelruine Schutz: ein Zen-Priester, ein Holzfäller und ein Knecht. Ihr Gespräch kreist um ein grausiges Verbrechen: Ein berüchtigter Bandit überfiel ein Ehepaar, tat der Frau vor den Augen des gefesselten Mannes Gewalt an und tötete ihn dann. (filmdienst.de)

1951 Goldener Löwe der Filmfestspiele von Venedig. 
Oscarverleihung 1952: Ehrenpreis als "Bester ausländischer Film".
"Der inszenatorisch wie darstellerisch fulminante Film schildert das Gewaltverbrechen aus der unterschiedlichen Perspektive von Beteiligten und Tatzeugen, wobei die Begriffe "Wahrheit" und "Wirklichkeit" kritisch hinterfragt werden. Daß die durch Rückblenden kunstvoll verknüpfte und kaleidoskopartig gebrochene Handlung ins 11. Jahrhundert zurückverlegt ist, gibt ihr einen eigenartigen Legendenglanz, nimmt ihr aber nichts von seiner zeitlos-"modernen" Grundsätzlichkeit." (Lexikon des Internationalen Films)
<br>„Perfekt durchkomponierte Bilder und eine Erzähltechnik mit kunstvoll montierten Rückblenden geben der Geschichte trotz ihrer Komplexität große Spannung. Mit »Rashomon« wird der japanische Film erstmals einem größeren westlichen Publikum zugänglich, das begeistert reagiert.“ (Beier/Hünemann: Die Chronik des Films, Gütersloh)

Wuthering Heights – Sturmhöhe

... ab 12. Februar täglich in Saal 1!

(Wuthering Heights)

Regie: Emerald Fennell

Mit: Margot Robbie, Jacob Elordi, Hong Chau u.a.

Emerald Fennells „Wuthering Heights“ – Sturmhöhe ist eine mutige und originelle Interpretation der größten Liebesgeschichte aller Zeiten. Margot Robbie als Cathy und Jacob Elordi als Heathcliff stehen dabei im Mittelpunkt einer epischen Geschichte von verbotener Liebe, die sich von romantischer Sehnsucht zu einem berauschenden Strudel aus Lust, Leidenschaft und Wahnsinn steigert. (Quelle: Warner Bros.)

Der letzte Walsänger

... ab 12. Februar täglich in Saal 2!

D 2025

Regie: Reza Memari

91 Min. FSK 6

Vincent, ein jugendlicher Buckelwal, ist der verwaiste Sohn des letzten Walsängers, dessen magisches Lied einst die Ozeane beschützte. Belastet durch den Verlust seiner Eltern zweifelt Vincent an seinen eigenen Fähigkeiten. Als der monströse Leviathan aus einem schmelzenden Eisberg ausbricht und mit seiner giftigen Tinte alles Leben in den Meeren bedroht, muss Vincent sein eigenes Lied finden, um die Gefahr zu stoppen. Doch überwältigt von Selbstzweifeln begibt er sich stattdessen auf eine gefährliche Reise zum tiefsten Punkt des Meeres, um seine Eltern aus dem mystischen Sternenbecken zurückzuholen, in der Hoffnung, dass sein Vater den Leviathan an seiner Stelle besiegen kann. Begleitet von Walter, seinem pedantischen Schiffshalter-Nanny, und Darya, einer mutigen gehörlosen Orca-Kämpferin, muss Vincent seine Ängste überwinden und sein eigenes Lied entdecken, um die Ozeane zu retten. (Verleih)

Hakuchi - Der Idiot (1951)

... nur am 15. Februar um 11:00 Uhr in Saal 2!

(Hakuchi)
JA 1951
Literaturverfilmung.
Regie: Akira Kurosawa
Drehbuch: Eijirō Hisaita (nach Fjodor Dostojewskij)
Produktion: Takashi Koide
Musik: Fumio Hayasaka
Kamera: Toshio Ubukata
Schnitt: Akira Kurosawa
Besetzung: Setsuko Hara, Masayuki Mori, Toshirō Mifune, Yoshiko Kuga, Takashi Shimura, Chieko Higashiyama, Chiyoko Fumiya, Eijirô Yanagi, Minoru Chiaki, Eiko Miyoshi u.a.
166 Minuten, s/w, FSK 16

Japanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln!

Der russische Schriftsteller Fjodor Michailowitsch Dostojewski wollte in seinem bekannten Roman «Der Idiot» «einen wirklich guten Menschen zeigen. Ironischerweise wählte er einen Idioten.» Der Japaner Akira Kurosawa verwirklichte mit der Verfilmung des Buchs seine Obsession: Die Darstellung des notwendigen Scheiterns in einer ungerechten Gesellschaft. Es ist eine Adaptation im besten Sinn, verlegt der Filmemacher den Stoff doch auf die winterkalte japanische Insel Hokkaido. Der Titelheld kehrt nach einer Absenz heim und scheitert, weil er sich in seiner Naivität nicht gegen die Intrigen zur Wehr setzen kann. (Verleih)
Kurosawa setzte sich zunehmend mit der Frage auseinander, wie es den schwächeren Mitgliedern seiner Heimat in einer um jeden Preis nach Wohlstand strebenden Nachkriegsgesellschaft ergeht. Dies führte ihn zu dem Entschluss, Dostojewskijs 'Der Idiot' zu verfilmen. Kurosawa verlegt die Handlung in das Nachkriegsjapan des winterlichen Hokkaido, in das Milieu einer begüterten bürgerlichen Mittelschicht. Er hatte vor zu zeigen, dass gerade die schwächeren Mitglieder über außergewöhnliches Einfühlungsvermögen und Güte verfügen, die von ihrem Umfeld nicht erkannt werden.

Shochiku, die damalige Produktionsfirma Kurosawas, hielt das Format des Films für das Kino ungeeignet und kürzte ihn gegen Kurosawas Willen von viereinhalb Stunden auf 166 Minuten. Kurosawa hatte alles getan, die drohende Kürzung zu verhindern, und war nach der Veröffentlichung der gekürzten Fassung ausgesprochen wütend. Der Director’s Cut gilt als nicht mehr existent. (Wikipedia)

Das Flüstern der Wälder

... ab 19. Februar täglich in Saal 2!

(Le Chant des forêts)

FR 2025

Dokumentation

Regie: Vincent Munier

Mit: Vincent Munier, Michel Munier, Simon Munier

93 Min. FSK 0

Geduld ist die wichtigste Eigenschaft, die Michel Munier auf seinen Streifzügen tief in die alten, moosbedeckten Wälder der Vogesen mitbringen muss. Mit Rucksack, Stock und einer warmen Jacke ausgestattet, zieht es ihn immer wieder tief hinein in die Stille des Waldes, zu einem ganz besonderen Ort: einer Tanne, die zu seinem Versteck geworden ist. Unter ihren Ästen scheint der alte Mann mit der Natur zu verschmelzen. Über achthundert Nächte hat er dort verbracht, lauschend, beobachtend - immer auf der Suche nach Füchsen, Rehen, Hirschen, Luchsen und dem geheimnisvollen König der Wälder: dem Auerhahn.

Sein Sohn Vincent teilt die Faszination des Vaters seit seinem zwölften Lebensjahr. Von ihm hat er gelernt, die Spuren der Tiere zu lesen, kennt die Plätze, an denen sie fressen, wo sie jagen, ihre Nester bauen und schlafen. Gemeinsam mit Vincents Sohn Simon begibt sich das Familien-Trio auf eine Reise in die atemberaubende Schönheit der Natur.

Nach der mit einem César ausgezeichneten Natur-Doku DER SCHNEELEOPARD gelingt es dem französischen Wildtierfotograf und Dokumentarfilmer Vincent Munier mit DAS FLÜSTERN DER WÄLDER, nicht nur die visuelle Pracht, sondern auch die poetischen Klänge des Waldes einzufangen. Sein Film ist eine Ode an Flora und Fauna der Vogesen, ein Brückenschlag zwischen Vater, Sohn und Enkel, zwischen Mensch und Natur, zwischen Fotografie und Film, zwischen Tag und Nacht, zwischen Persönlichem und Universellem. (Verleih)

Die sieben Samurai (1953)

... nur am 22. Februar um 11:00 Uhr in Saal 2!

(Shichinin no samurai )
JA 1953
Historienfilm.
Regie: Akira Kurosawa
Drehbuch: Akira Kurosawa, Shinobu Hashimoto, Hideo Oguni
Produktion: Sōjirō Motoki
Musik: Fumio Hayasaka
Kamera: Asakazu Nakai
Schnitt: Akira Kurosawa
Besetzung: Takashi Shimura, Toshirō Mifune, Yoshio Inaba, Seiji Miyaguchi, Minoru Chiaki, Daisuke Katō, Isao Kimura, Keiko Tsushima u.a. 
159 Minuten, s/w, FSK 16

Japanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln!

Sieben stellungslose Samurai-Ritter verdingen sich als Schutztruppe eines Bauerndorfes, das alljährlich von einer Räuberbande heimgesucht wird. Ihre Motivation ist unterschiedlich und ändert sich im Verlauf der Kampfhandlungen: zunächst aus Langeweile, Ruhmsucht und militärischem Ethos, später aus aufrichtiger Solidarität mit den Bauern stellen die Krieger ihre Fähigkeiten in den Dienst der Unterdrückten und opfern sich für eine ihnen fremde Sache. Den Überlebenden bleibt die bittere Erkenntnis, daß sich die Ideale der Militärkaste überlebt haben und die seßhaften Bauern die wirklichen Sieger sind. (filmdienst.de)

Die sieben Samurai wurde weltweit für zahlreiche Auszeichnungen nominiert, darunter zwei Oscars für Beste Ausstattung und Bestes Kostüm und drei British Film Academy Awards für den Besten Film und Besten ausländischen Darsteller (Toshirō Mifune und Takashi Shimura). Als Sieger ging er bei den Filmfestspielen von Venedig hervor, bei denen er den Silbernen Löwen gewann. Beim „Mainichi Eiga Concours“ gewann Seiji Miyaguchi eine Auszeichnung als bester Nebendarsteller. Auch in Finnland wurde der Film 1959 mit Preisen bedacht: Akira Kurosawa wurde als bester fremdsprachiger Regisseur, Takashi Shimura als bester fremdsprachiger Schauspieler mit dem Jussi geehrt.

"Kurosawas faszinierendes Samurai-Epos ist packendes Abenteuerdrama, episches Gedicht und philosophische Meditation zugleich. Der Film stellt aufschlußreiche psychologische Bezüge zwischen den Personen her und greift darüber hinaus in der Gegenüberstellung von Bauern und Samurai gesellschaftliche Probleme auf, die auch ethische Fragen umfassen." (Lexikon des Internationalen Films)
<br>„Eine meisterhaft gestaltete Film-Ballade mit ergreifendem menschlichen Gehalt. Erwachsenen ausdrücklich zu empfehlen.“ (Evangelischer Film-Beobachter)

Marty Supreme

... ab 26. Februar täglich in Saal 1!

(Marty Supreme)

USA 2025

Regie: Josh Safdie

Mit: Timothée Chalamet, Gwyneth Paltrow, Odessa A’zion u.v.a.

149 Min. FSK N.N.

Schuhverkäufer Marty (Timothée Chalamet) hat nur ein Ziel im Leben: Weltmeister im Tischtennis zu werden und somit in den Olymp der gefeierten Athleten aufzusteigen, zu denen er sich selbst ohnehin schon lange zählt. Um an einem Turnier in London teilnehmen zu können, setzt der junge New Yorker alles auf eine Karte, muss sich im nervenaufreibenden Finale aber dem japanischen Sportstar Endo geschlagen geben. Doch das ist erst der Anfang der Odyssey eines Mannes, der bereit ist, für Ruhm und Erfolg alles zu riskieren. Denn für den kleinen Schuhladen seines Onkels ist Martys Traum definitiv ein paar Nummern zu groß.

Timothée Chalamet begeistert als Tischtenniswunderkind und charismatischer Filou MARTY SUPREME. Unter der Regie von Josh Safdie führt uns sein weltumspannendes Abenteuer aus den Hinterhöfen von Manhattan bildgewaltig bis ins Paris, London, Kairo und Tokio der 1950er Jahre. In weiteren Rollen brillieren u.a. Gwyneth Paltrow, die hier ihr großes Leinwand-Comeback gibt, DIE NANNY-Star Fran Drescher, Neuentdeckung Odessa A’zion sowie Tyler Okonma – bekannt als Tyler, the Creator – in seiner ersten Kinorolle. (Verleih)

Father Mother Sister Brother

... ab 26. Februar täglich in Saal 2!

(Father Mother Sister Brother)

US/IR/FR 2025

Regie: Jim Jarmusch

Mit: Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Sarah Greene, Indya Moore, Luka Sabbat, Françoise Lebrun

111 Min. FSK 12

FATHER MOTHER SISTER BROTHER ist ein behutsam als Triptychon komponierter Spielfilm. Die drei Geschichten kreisen um die Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren teils distanzierten Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land: FATHER ist im Nordosten der USA angesiedelt, MOTHER in Dublin und SISTER BROTHER in Paris. Es ist eine Reihe von Charakterstudien, ruhig, beobachtend und ohne Wertung – und zugleich eine Komödie, durchzogen von feinen Fäden der Melancholie.

In seinem neuesten Geniestreich lässt Regie-Ikone Jim Jarmusch den hochkarätigen Cast um Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Indya Moore und Luka Sabbat die Untiefen familiärer Beziehungen ausloten. FATHER MOTHER SISTER BROTHER wurde bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. (Verleih)

KiFiMo: Super Charlie

... nur am Freitag, dem 27. Februar um 14:30 Uhr in Saal 2!

SE/DK 2024

Regie: Jon Holmberg

80 Min. FSK 6

Superkräfte haben und Heldentaten vollbringen! Nichts wünscht sich Willy mehr, als ein Superheld zu sein und gemeinsam mit seinem Papa, einem Polizisten, auf Verbrecherjagd zu gehen. Mit übernatürlichen Fähigkeiten würde er sich in der Schule endlich gegen die Älteren behaupten können und Freunde finden, davon ist Willy überzeugt. Der Traum des zehnjährigen Comic-Fans zerplatzt als sein Bruder Charlie geboren wird: Der Kleine steht nicht nur ständig im Mittelpunkt – er hat im Gegensatz zu Willy echte Superkräfte! Nur wenige Wochen alt, kann Charlie bereits sprechen, Eisstrahlen schießen und allein mit seiner Gedankenkraft ganze Lastwagen durch die Luft schleudern.

Warum nur wurde Charlie als Superheld geboren und nicht Willy? Könnte es mit dem grünen Kometenstaub zusammenhängen, den Charlie versehentlich abbekommen hat? Schon vor der Geburt drehte sich alles um das Baby, aber nun scheint Willy für seine Eltern regelrecht unsichtbar zu sein.

Die Eltern sind nur noch mit Charlie beschäftigt, hören ihm nicht mehr zu und appellieren ständig an seine Verantwortung als älterer Bruder. Wird Willy nun für immer im Schatten seines jüngeren Bruders stehen? Um das zu verhindern, beschließt Willy, niemandem etwas von Charlies übernatürlichen Kräften zu erzählen.

Als der Nachwuchsdetektiv ein Muster hinter einer Raubserie erkennt, die sein Vater als Polizist untersucht, kommen ihm Charlies Superkräfte auf einmal sehr gelegen. Gemeinsam scheinen die Brüder unschlagbar. Doch auch der Boss der Bande kam einst mit dem Kometenstaub in Berührung und bald schon stehen sich Superheld und Superschurke in einem finalen Kampf gegenüber… (Jugendkulturservice)

Hola Frida!

... ab 19. März täglich in Saal 2!

(Hola Frida!)

FR/CAN 2024

Regie: André Kadi, Karine Vézina

82 Min. FSK 6

Das ist die Geschichte eines ganz besonderen Mädchens. Ihr Zuhause ist Coyoacán in Mexiko – ein lebendiger Ort voller Farben, Musik und Magie. Frida ist neugierig, mutig und voller Energie. Sie beobachtet, entdeckt, träumt – und wenn das Leben ihr Schwierigkeiten in den Weg stellt, begegnet sie ihnen mit Fantasie und Kreativität. Was sie noch nicht weiß: Ihr besonderer Blick auf die Welt wird sie später zu einer der berühmtesten Künstlerinnen aller Zeiten machen.

"Hola Frida" erzählt mit Wärme, Humor und Poesie von der Kindheit Frida Kahlos – und davon, wie Fantasie Mut schenken kann. Ein farbenreiches Familienerlebnis, das berührt, inspiriert und nachklingt. (Verleih)